Wittenberg (aw). Mit seinen vielfältigen Projekten hat der Förderverein der Grundschule Geschwister Scholl Wittenberg e.V. bereits in seinem ersten Jahr wichtige Akzente gesetzt. Ziel ist es, die Schule, an der viele Kinder mit Migrationshintergrund lernen, gezielt zu unterstützen und den Schülern zusätzliche Bildungs-, Sport- und Freizeitangebote zu ermöglichen. So fördert der Verein unter anderem das Sportfest, Sprachförderprojekte, kulturelle Angebote und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Schule, Eltern und Kindern. „Wir möchten den Kindern Möglichkeiten bieten, die sie in ihrer Entwicklung stärken und den Schulalltag bereichern“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins, Steffen Seebe. Dass die Angebote mit großer Begeisterung angenommen werden, sei für den Verein die schönste Bestätigung.

Besonders sichtbar wird das Engagement im neu angelegten Schulgarten. Nachdem sich Kinder und Lehrerkollegium einen eigenen Garten gewünscht hatten, begannen Anfang April mit Unterstützung des Fördervereins die Vorbereitungen. Bereits wenige Wochen später konnten drei Hochbeete, Pflanzerde und Gemüsepflanzen angeschafft werden. Bis Ende Mai war der Schulgarten vollständig eingerichtet.

Ein besonderer Dank gilt Herrn Duckstein, der die praktische Arbeit vor Ort begleitete und gemeinsam mit den Kindern den Garten anlegte. Auch zahlreiche weitere Helfer unterstützten das Projekt. Inzwischen können die Schüler bereits die ersten Früchte ihrer Arbeit ernten. „Der Schulgarten ist zu einem echten Lernort geworden. Die Kinder erleben hier ganz praktisch, wie Pflanzen wachsen und übernehmen Verantwortung für ihr eigenes Beet“, freut sich Seebe.
Noch nicht umgesetzt werden konnte dagegen die Anschaffung eines Wasserspenders. Dieses Projekt stand bereits bei der Gründung des Fördervereins weit oben auf der Agenda. Aufgrund fehlender baulicher Voraussetzungen muss die Umsetzung jedoch noch warten. „Sobald die Voraussetzungen geschaffen sind, werden wir das Vorhaben realisieren“, kündigt Seebe an.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit mit dem Kampfsportclub Dokan, der seit 2008 besteht und auf zahlreiche nationale sowie internationale Erfolge zurückblicken kann. Für die Karate-AG an der Grundschule konnten mit Lisa Marie Winter und Emely Knietig zwei ehemalige Schülerinnen als Trainerinnen gewonnen werden. Beide engagieren sich nicht nur für ihre frühere Schule, sondern spenden auch einen Teil ihrer Vergütung an den Förderverein.
Die Karate-AG erfreut sich großer Beliebtheit. Neben den Grundlagen des Karate und der Selbstverteidigung stehen vor allem Disziplin, Respekt, Konzentration und Teamgeist im Mittelpunkt. Ein besonderer Meilenstein war die erste Gürtelprüfung am 30. Juni. Fast alle teilnehmenden Kinder bestanden die Prüfung erfolgreich und erhielten den weiß-gelben Gürtel. „Gerade solche Kooperationen zeigen, was möglich ist, wenn Schule, Förderverein und engagierte Partner zusammenarbeiten. Am Ende profitieren immer die Kinder“, betont Seebe.
Weitere Ideen gibt es bereits – immer mit dem Ziel, den Schülern zusätzliche Chancen zu eröffnen und das Schulleben nachhaltig zu bereichern.

