Wittenberg (md/wg). Im Januar gab es das erste Treffen zur Kirche Kunterbunt, mittlerweile steckt das Team tief in den Vorbereitungen für die erste Durchführung dieses etwas anderen Gottesdienstes. „Kirche Kunterbunt bedeutet, dass wir uns vom Sonntags-Gottesdienst lösen und an einem Freitagnachmittag Kindern und Erwachsenen einen Raum für ihren christlichen Glauben bieten”, erklärt Diakon Guido Merten, Referent für die Arbeit mit Kindern und Familien im Evangelischen Kirchenkreis Wittenberg. Die erste Kirche Kunterbunt wird am 4. September in der Christuskirche in Wittenberg ab 16 Uhr stattfinden.
Was erst als Projekt für das Kirchspiel Dobien begann, weckte bald auch in anderen Regionen des Kirchenkreises Interesse. „Mittlerweile sind neben dem Kirchspiel Dobien auch die Kirchengemeinden in Zahna und Elster dabei sowie die Stadtkirchengemeinde Wittenberg“, berichtet Merten. Die Haupt- und Ehrenamtlichen sind überzeugt von dem Konzept dieses etwas anderen Gottesdienstes und wollen daher von Beginn an dabei sein.
In verschiedenen Kleingruppen werden die einzelnen Elemente geplant. Die Kirche Kunterbunt ist in verschiedene Zeiten eingeteilt: Willkommenszeit, Aktivzeit, Feierzeit und Essenszeit. In der Willkommenszeit werden die Gäste begrüßt, in das biblische Thema eingeführt und erhalten bei Bedarf eine kleine Erklärung zum Ablauf. Diese persönliche Begrüßung findet in einem offenen Zeitrahmen statt – eine Verspätung gibt es nicht bei der Kirche Kunterbunt, jeder und jede kann so kommen, wie es am besten passt.
Während der Aktivzeit sind verschiedene Stationen geplant. Bei diesen kann das Thema weiter entdeckt werden. Es wird aber auch Angebote für sehr kleine Kinder geben sowie Bibelarbeiten für die Erwachsenen. „Es ist möglich, jede Station abzulaufen, aber das ist nicht das Ziel”, erklärt Merten. „Die Gäste der Kirche Kunterbunt können sich selbst überlegen, was sie gern machen möchten und wenn sie die ganze Zeit bei einer Station bleiben, ist das auch in Ordnung.“ Nach der Aktivzeit folgt die Feierzeit: In einem kurzen Impuls von ungefähr 15 Minuten wird das Thema vertieft. Dies kann in einer kurzen Andacht passieren, in einem Theaterstück oder einer anderen Form.
Abgeschlossen wird die Kirche Kunterbunt mit der Essenszeit, bei der alle an die Tische kommen und zusammen zu Abend essen. „In dieser Zeit können neue Kontakte geknüpft werden. Vielleicht wird sich auch über die einzelnen Stationen und wie man sie erlebt hat, unterhalten”, so Merten. Die Kirche Kunterbunt soll eine Zeit sein, in der Glaube für Kinder, Jugendliche und Erwachsene erlebbar wird. Foto: Andrea Schulze

