Wittenberg (md/wg). Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kunstexpeditionen wird Walter Martin Rehahn am 21. Oktober 2026 einen Vortrag über den Maler „Paul Cézanne – ein Vater der modernen Kunst. Zum 120. Todestag des Künstlers“ im Malsaal der Cranach-Stiftung, Schlossstraße 1, halten. Beginn ist um 18.30 Uhr, der Eintritt kostet fünf Euro.
Anlässlich des 120. Todestages von Paul Cézanne widmet sich der Vortrag dem Werk eines Künstlers, der wie kaum ein anderer die Schwelle zwischen Tradition und Moderne markiert. Cézannes beharrliche Suche nach Struktur, Form und innerer Ordnung der Natur beeinflusste Generationen von Künstlern und wirkt bis heute nach. Der Vortrag beleuchtet Cézannes Denken zwischen Wahrnehmung und Konstruktion und schlägt eine Brücke von seinem revolutionären Ansatz zu späteren Strömungen bis hin zu symbolischen und fantastischen Bildwelten des 20. Jahrhunderts.
Ausgehend von Romantik und Realismus entwickelte Paul Cézanne (1839-1906) in Auseinandersetzung mit dem Impressionismus eine ganz eigene Bildsprache, die sich durch grobe Pinselstriche, eine lebhafte Farbpalette und die Verwendung geometrischer Formen zur Darstellung dreidimensionaler Figuren auszeichnet. Zu seinen Motiven gehören Kartenspieler, badende Frauen, Porträts, Stillleben, Natur und Landschaft, insbesondere die Montagne Sainte-Victoire nahe Aix-en-Provence. Erst spät fand er Anerkennung, aber nach seinem Tod orientierte sich eine Vielzahl von Künstlern an seinem Werk, unter ihnen Pablo Picasso, Henri Matisse und die Künstlergruppe der Fauves.
Walter Martin Rehahn hat seit 2009 an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg einen Lehrauftrag für Christliche Archäologie und Kirchliche Kunst inne. Seit 2016 ist er Kunstbeauftragter des Kirchenkreises Halle-Saalkreis und seit 2018 ist er außerdem Studienleiter für Kunst und Kultur an der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt. Foto: Veranstalter


