Oranienbaum (md/aw). Mit der Ausstellung „Dialog in Pastell – Wie Schloss Oranienbaum öffentlich wurde und was das Bauhaus damit zu tun hat“ zeigt die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz vom 5. Juni bis 18. Oktober 2026 eine neue Kabinettausstellung in Schloss Oranienbaum. Eröffnet wurde die Schau bereits am Donnerstagabend im Beisein des Staatssekretärs für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Sebastian Putz.

Fotos: AKUD/Lars Reimann
Im Jahr des Bauhaus-Jubiläums richtet die Ausstellung den Blick auf bislang wenig bekannte Verbindungen zwischen dem Gartenreich Dessau-Wörlitz und dem Bauhaus Dessau. Im Mittelpunkt steht Schloss Oranienbaum, dessen Innenräume ab 1927 durch den Bauhausmeister und Farbgestalter Hinnerk Scheper neu gestaltet wurden. Die Räume gelten heute als eindrucksvolle Zeugnisse für das Zusammenspiel von Denkmalpflege, moderner Gestaltung und musealer Präsentation.

Erst 2025 konnten in fünf Schlossräumen die historischen Farbfassungen Schepers restauriert werden. Umfangreiche Recherchen in Archiven und Sammlungen – darunter im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg und im Bauhaus-Archiv Berlin – ermöglichten neue Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Präsentation. Besonders im Fokus standen bislang wenig ausgewertete Quellen aus dem Nachlass des Kunsthistorikers Ludwig Grote.

Einen zeitgenössischen Akzent setzt zudem ein Kooperationsprojekt mit dem Fachbereich Design der Hochschule Anhalt. Unter Leitung von Professor Nicolai Neubert entwickelten Dessauer Masterstudierende neue Ausstellungsmöbel für die restaurierten Räume. Die Entwürfe verbinden historische Architektur mit modernem Design und schlagen damit eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

