Freitag, 08.05.2026

Dessau (md/wg). „Wenn wir an Götter glauben, dann tragen sie Trikots“ singen die Toten Hosen in „Ballast der Republik“. Felix Leibrock greift das Motiv auf und fragt in seinem jüngst erschienenen Buch „Welches Trikot trägt der Fußballgott?“ Am Samstag, dem 9. Mai, um 22 Uhr stellt der Theologe, Seelsorger und Publizist in der St. Georg Kirche seine Texte vor. Er ist auf Einladung der Evangelischen Landeskirche Anhalts Gast der Landesliterarturtage.

„Religion kann von Fußball lernen, wie man Menschen begeistert“, sagt Felix Leibrock. Beide – Fußball und Religion – wollten Menschen glücklich machen. Dafür griffen sie auf bewährte Mittel zurück: Rituale, Gemeinschaftsgeist, Feste. Beispiele für das gegenseitige Lernen bietet Leibrock in seinem Buch. Zu Grunde liegen Fußballereignisse und eigenes Erleben, das er theologisch, literarisch und mit viel Humor verarbeitet. So geht der Autor den Fragen nach, ob der Fußballgott der heimliche Herrscher des Transfermarkts ist oder ob er der eigentliche Video Assistant Referee (VAR) ist, der viel stärker in Spiele eingreift als sich die Schiedsrichter im Kölner Keller das je erträumen?

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Nach der Lesung gibt es Gelegenheit zum Gespräch mit Felix Leibrock, bei dem es an Themen nicht mangeln wird. Er leitet das Evangelische Bildungswerk München und spricht das „Nachgedacht“ bei Antenne Bayern. Im Allgemeinen Anzeiger in Thüringen schreibt er wöchentlich eine Kolumne. Früher war er unter anderem Stadtkulturdirektor und evangelischer Pfarrer in Weimar, Studienleiter an der Evangelischen Akademie in Wittenberg sowie Polizeiseelsorger der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Er ist promovierter Literaturwissenschaftler.

Zu seinen Publikationen gehören mit „Nur im Dunkeln leuchten dir Sterne“ und „Wenn der Sommer kommt, tanzen die Träume“ zwei Bücher, die von dem Verlust der inneren Mitte und Wegen aus persönlichen Krisen erzählen. Mit „Mord am Watzmann“ und „Mord am Kehlsteinhaus“ wählt er die Berge als Kulisse für eine Berchtesgaden-Krimireihe, in deren Mittelpunkt der junge Polizeibergführer Simon Perlinger steht. Foto: privat

Von Redaktion

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