Mi.. Nov. 4th, 2026

Wittenberg (aw). Ein großer Baukran hob den Richtkranz über das neue Multifunktionsgebäude in der Kleingartenanlage „Am Stadtgraben“. Mit dem traditionellen Richtfest hat die Lutherstadt Wittenberg am Dienstag, 3. November, die Fertigstellung der Rohbauarbeiten gefeiert. Oberbürgermeister Torsten Zugehör begrüßte die Bauherren, Planer und Handwerker, die in den vergangenen Monaten an dem Neubau gearbeitet haben.

Fotos: Antje Weiß

Nach dem Richtspruch der Zimmerleute gehörte auch das traditionelle Zerschlagen des Glases zum Ritual. Anschließend wurden symbolisch die letzten Nägel eingeschlagen. Dabei griffen unter anderem Oberbürgermeister Torsten Zugehör, Stadtratsvorsitzende Franziska Buse, Laga-Geschäftsführerin Janine Stiller und der Schüler Béla zum Hammer.

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Seit der Grundsteinlegung im April ist auf der Baustelle viel passiert. Das neue Gebäude entsteht in moderner Holzskelettbauweise. Die Montage der Wände und des Daches ist abgeschlossen. Damit nimmt der künftige Treffpunkt am Stadtgraben sichtbar Gestalt an.

Der Neubau ersetzt den alten Gebäudekomplex aus dem Jahr 1972. Diesen hatten die Kleingärtner einst in Eigenregie errichtet und über viele Jahre selbst gepflegt. Eine Sanierung wäre unter heutigen Anforderungen allerdings unwirtschaftlich gewesen. Hinzu kam eine erhebliche Schadstoffbelastung, die ein Gutachten festgestellt hatte.

Zukünftige Küche

Das neue, eingeschossige Gebäude soll künftig verschiedene Nutzungen unter einem Dach vereinen. Geplant sind ein Café beziehungsweise Bistro, Räume für Seminare und private Feierlichkeiten sowie Angebote für den Kleingartenverein „Am Stadtgraben“. Großzügige Fenster mit Sonnenschutzverglasung sollen den Blick auf den Stadtgrabenteich und ins Grüne freigeben. Terrassen laden zum Verweilen ein. Auch Spielflächen im hinteren Bereich sind vorgesehen und sollen das Gelände besonders für Familien mit Kindern attraktiver machen.

Die Farbpalette für das neue Gebäude

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der nachhaltigen Bauweise. Das Dach erhält eine extensive Begrünung und Photovoltaikmodule. Damit verbindet das Gebäude moderne Architektur mit ökologischen Elementen. Entworfen wurde der Neubau nach den Plänen von Sauerzapfe Architekten. Die Erd- und Rohbauarbeiten übernahm die Zegarek Bau-Dienste GmbH, für den Holzbau zeichnet die Arche Naturhaus GmbH verantwortlich. Weitere beteiligte Unternehmen kümmern sich unter anderem um Dacharbeiten sowie Heizung, Lüftung und Sanitär.

Laga-Geschäftsführerin Janine Stiller verwies auf die Entwicklung seit der Grundsteinlegung und die nächsten Schritte bis zur Fertigstellung. Bis Ende November sollen die Abdichtungsarbeiten am Dach abgeschlossen sein. Auch die technische Gebäudeausstattung nimmt bereits Gestalt an. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.

Mit dem Multifunktionsgebäude soll die Kleingartenanlage nicht nur für ihre Mitglieder, sondern auch für weitere Besucher an Attraktivität gewinnen. Die Lage am Wasser und im Grünen bietet dafür gute Voraussetzungen. Künftig sollen hier Menschen zusammenkommen, eine Pause einlegen, Veranstaltungen besuchen oder Räume für eigene Anlässe nutzen können.

Beim Richtfest stand jedoch zunächst der Dank an jene im Mittelpunkt, die das Vorhaben möglich machen: die beteiligten Planungsbüros, Baufirmen und Handwerker. Unterstützt wird das Projekt mit Fördermitteln des Landes Sachsen-Anhalt, vertreten durch das Ministerium für Infrastruktur und Digitales.

Bis zum Frühsommer 2027 soll der neue Treffpunkt am Stadtgraben fertig sein. Dann wird sich zeigen, wie das Gebäude mit Café, Veranstaltungsräumen, Terrassen und Blick ins Grüne das Angebot in Wittenberg bereichert.

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