Dessau (md/wg). Das zweite Sinfoniekonzert der Anhaltischen Philharmonie Dessau am 5. und 6. November, jeweils 19.30 Uhr, verspricht einen abwechslungsreichen Konzertabend. Dirigent ist der Erste Kapellmeister Svetoslav Borisov. Im Mittelpunkt des Programms steht das Violinkonzert von Pjotr I. Tschaikowski aus dem Jahr 1878 – eines der schwierigsten, aber auch wirkungsvollsten Werke des Repertoires. Interpretiert wird es vom erst 23-jährigen vielfach ausgezeichneten Geiger Jakow Pavlenko (siehe Foto).
Auf den breit ausgeführten ersten Satz folgt eine leicht melancholische Canzonetta, bis sich mit Beginn des Finales eine schier unbändige, wilde Lebensfreude Bahn bricht. Solcherart turbulente Volksfeststimmung dominiert auch in der Ouvertüre „Römischer Karneval“ von Hector Berlioz. Mit ihr gelang dem Komponisten ein brillantes Orchesterwerk, das das Publikum immer wieder zu Begeisterungsstürmen hinreißt.
Im zweiten Teil des Abends erklingt Robert Schumanns 3. Sinfonie, die sogenannte „Rheinische“, entstanden unmittelbar nach der Übersiedlung an den neuen Wirkungsort Düsseldorf. Sie zeichnet sich durch unmittelbare Frische und Natürlichkeit der Erfindung sowie einen geradezu jugendlichen Überschwang aus. Man hört dem Werk das Glücksgefühl und die Freude an, die Schumann damals erfüllten. Wer mehr über die drei Werke erfahren will, ist herzlich zur jeweils 18.30 Uhr im Foyer beginnenden Konzerteinführung eingeladen. Foto: © Zhangbo Chen


