Wittenberg (aw). Bei bestem Reformationsfest-Wetter zog es am 31. Oktober Tausende Besucher in die Wittenberger Innenstadt. Auf Marktplatz, Schlossplatz und Schlosswiese herrschte dichtes Gedränge, vor den Ständen bildeten sich immer wieder lange Schlangen. Historische Vereine, Musik, Handwerk und Gaukelei ließen die Geschichte lebendig werden.

Fotos: Antje Weiß
Besonders gefragt war die neue Fotowand direkt neben der Thesentür. Wer sich dort in historischem Ambiente fotografieren lassen wollte, musste allerdings etwas Geduld mitbringen. Stadt-Herold Theo Theodor unterhielt die Wartenden mit seinen kurzen, lustigen Sprüchen und sorgte dafür, dass das Warten kurzweilig blieb.

Auf der Schlosswiese standen das Familienprogramm und die historischen Vereine im Mittelpunkt. Zwischen Lagern, Kinderspielen und Mitmachangeboten gab es viel zu entdecken. Erstmals beim Reformationsfest dabei war der Augustinuswerk-Verein „Takt & Tohuwabohu“, der bereits beim Stadtfest für Stimmung gesorgt hatte.

Mit Musik, Lagerfeuer und dem beliebten Laternenbasteln bereicherte der Verein das Programm. Zahlreiche Kinder gestalteten ihre eigenen Laternen – die am Abend beim großen Lichterumzug gleich zum Einsatz kamen.

Kurz nach 14 Uhr trat der Akademische Senat gemeinsam mit Oberbürgermeister Torsten Zugehör aus dem Alten Rathaus. Stadt-Herold Theo Theodor hatte den Auftritt zuvor mit seinen gereimten Sprüchen angekündigt. Vom Rathausbalkon grüßten Mitglieder des Fanfarenzuges musikalisch, während zahlreiche Gäste das Geschehen auf dem Marktplatz verfolgten. Anschließend ging es gemeinsam vom Marktplatz zur LEUCOREA, wo die Disputation des Akademischen Senats der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg stattfand. Gottesdienste und musikalische Veranstaltungen in den Wittenberger Kirchen ergänzten das Programm und erinnerten an die religiösen Wurzeln des Feiertages.

Zum stimmungsvollen Abschluss zog am Abend der große Lichterumzug durch die Altstadt. Viele Kinder trugen ihre selbst gebastelten Laternen, dazu kamen Fackelträger, Spielleute und zahlreiche weitere Teilnehmer. Der Umzug war erneut sehr gut besucht und führte bis zur Schlosswiese. Dort klang der Reformationstag bei Musik, Lagerfeuer und Lichterschein aus.








