Freitag, 20.02.2026

Wittenberg (md/aw). Die Notaufnahme des Evangelischen Krankenhauses Paul Gerhardt Stift in Lutherstadt Wittenberg wird umfassend umgebaut. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne hat dafür Fördermittel in Höhe von rund 3,52 Millionen Euro aus dem Corona-Sondervermögen des Landes Sachsen-Anhalt übergeben.

Kern des Projekts ist die bauliche Trennung von infektiösen und nicht-infektiösen Patientinnen und Patienten – eine Konsequenz aus den Erfahrungen der Corona-Pandemie. Künftig sollen beide Gruppen getrennt aufgenommen und erstversorgt werden. Ziel ist es, den Infektionsschutz zu verbessern, Abläufe zu optimieren und die Klinik widerstandsfähiger gegenüber künftigen Krisen zu machen.

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„Mit dem Corona-Sondervermögen stärken wir den Infektionsschutz und stellen sicher, dass der Standort in Wittenberg besser auf künftige Pandemien vorbereitet ist“, sagte Ministerin Grimm-Benne. Die Aufteilung der Notfallversorgung ermögliche es, nicht-infektiöse Patientinnen und Patienten besser zu schützen und Infizierte schneller zu behandeln. Zugleich werde die ambulante und stationäre Versorgung stärker unter einem Dach gebündelt.

Geplant ist ein eingeschossiger Anbau an die bestehende Rettungsstelle. Dort entstehen getrennte Zugänge für Infektions- und Nicht-Infektionsfälle, neue Behandlungsräume, ein Meldetresen, Personalräume sowie mehrere Wartebereiche. Der bisherige Eingang der Notaufnahme soll nach Abschluss der Arbeiten ausschließlich für Liegendtransporte genutzt werden.

Krankenhaus-Geschäftsführer Matthias Lauterbach begrüßte die Förderung: „Der Zuwendungsbescheid ermöglicht uns die dringend notwendige pandemieresiliente Erweiterung unserer Rettungsstelle.“ Von besseren Raumstrukturen, mehr Komfort und optimierten Abläufen profitierten sowohl Patientinnen und Patienten als auch die Mitarbeitenden.

Das Evangelische Krankenhaus Paul Gerhardt Stift befindet sich in Trägerschaft der Johannesstift Diakonie und der Paul-Gerhardt-Stiftung. Die Klinik versorgt jährlich rund 14.000 stationäre sowie 27.200 ambulante Patientinnen und Patienten und verfügt neben der Grund- und Notfallversorgung über mehrere spezialisierte Fachbereiche und neun medizinische Zentren.

Der Landtag von Sachsen-Anhalt hatte im Dezember 2021 ein knapp zwei Milliarden Euro umfassendes Corona-Sondervermögen beschlossen. Mit den Mitteln werden Projekte im Gesundheitswesen, in der Digitalisierung und zur wirtschaftlichen Stabilisierung finanziert.

Von Redaktion