Montag, 18.05.2026

Sachsen-Anhalt (aw). Drei Jahrzehnte Weltkulturerbe, sechs authentische Schauplätze der Reformation und ein Jubiläum mit internationaler Strahlkraft: Die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt erinnert 2026 an die Aufnahme der Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg in die UNESCO-Welterbeliste. Unter dem Motto „30 Jahre, 6 Stätten, ein Welterbe“ ist ein umfangreiches Festprogramm mit Veranstaltungen, Konzerten, Sonderführungen und Bürgerfesten geplant.

Die Feierlichkeiten werden gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus Politik, Kirche, Kultur und Tourismus organisiert. Beteiligt sind unter anderem die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, die Lutherstädte Eisleben und Wittenberg, die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, kirchliche Gemeinden vor Ort sowie touristische Einrichtungen der Region.

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Über Inhalte und Höhepunkte des Jubiläums informieren Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Institutionen bei einem Pressegespräch am Montag, 1. Juni, in der Staatskanzlei in Magdeburg. Zu den Gesprächspartnern gehören Staatsminister Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei und Kulturminister des Landes Sachsen-Anhalt sowie Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Luthergedenkstätten. Ebenfalls teilnehmen wird Dr. Thomas T. Müller, Vorstand der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, der das Jubiläumsprogramm und die kulturhistorische Bedeutung der Welterbestätten vorstellen wird.

Für die beiden Lutherstädte sprechen Oberbürgermeister Torsten Zugehör für die Lutherstadt Wittenberg sowie Bürgermeister Carsten Staub für die Lutherstadt Eisleben. Sie werden die Bedeutung des Welterbes für Stadtentwicklung, Tourismus und Identität der Region hervorheben. Auch Vertreter der Kirche sind eingebunden: Birgit Neumann-Becker, Direktorin der Schlosskirche Wittenberg und des Predigerseminars, sowie Jochen Kirchner, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates der Stadtkirche St. Marien Wittenberg, begleiten die Jubiläumsveranstaltungen aus kirchlicher Perspektive.

Im weiteren Verlauf des Jubiläums rückt besonders die Lutherstadt Wittenberg in den Mittelpunkt. Mit der Schlosskirche (Foto), der Stadtkirche St. Marien, dem Lutherhaus und dem Melanchthonhaus besitzt die Stadt gleich mehrere authentische Schauplätze der Reformation. Sie prägen bis heute das historische Stadtbild und machen Wittenberg zu einem internationalen Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt. Die UNESCO würdigte die Stätten 1996 als Orte von „außergewöhnlich universeller Bedeutung“ für die Menschheitsgeschichte.

Den Auftakt der Feierlichkeiten bildet am 20. Juni ein großes Bürgerfest rund um Luthers Sterbehaus in Eisleben. Bis Dezember folgt anschließend jeden Monat ein besonderes Programm an jeweils einer der sechs Welterbestätten. Das große Finale der Festmonate soll Anfang Dezember mit einem Festakt in Wittenberg stattfinden.

Weitere Informationen zum vollständigen Jubiläumsprogramm wollen die Veranstalter nach dem Pressegespräch in der Staatskanzlei bekanntgeben.

Foto: Antje Weiß

Von Redaktion