Wittenberg (md/aw). Einen Blick auf die Reformation jenseits Deutschlands bietet ein Vortrag der LutherMuseen am Dienstag, 10. Februar, um 18.30 Uhr im Augusteum Wittenberg. In der Kapelle an der Collegienstraße 54 spricht die Theologin Dr. Hannah Kreß (Universität Münster) über Olaus Petri (1493–1552), den wichtigsten Reformator des schwedischen Reiches.
Petri war Augenzeuge von Martin Luthers Thesenschlag 1517 in Wittenberg und erlebte später das Stockholmer Blutbad von 1520. Der Vortrag zeigt, wie Petri nach seiner Ausbildung in Uppsala, Leipzig und Wittenberg reformatorische Ideen in Schweden verbreitete und warum sich dort – eng verbunden mit der Entstehung des Nationalstaates unter König Gustav Vasa – eine eigenständige, bis heute lutherische Prägung entwickelte.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Museum nach Feierabend“, der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung bei den LutherMuseen wird empfohlen.
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