Wittenberg (wg). Nach sechsjähriger (Zwangs-)Pause, unter anderem durch die Corona-Pandemie bedingt, gab es am heutigen Samstag, dem 28. März, um 10 Uhr bei strahlendem Sonnenschein in der Exerzierhalle unter dem Motto „Wittenberg erleben – gemeinsam, lebendig, vielfältig“ unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Torsten Zugehör den Restart der nunmehr elften Auflage der Wittenberg Messe. Der Staffelstab wechselte von Network Office Wittenberg GbR auf die Firma Dalichow Events.

„Diese Messe war uns sehr ans Herz gewachsen, deshalb haben wir unser Know-how gerne zur Verfügung gestellt, Kontakt zu Christiane Dalichow aufgenommen und ihr die Organisation und Ausrichtung der Messe übertragen“, erklären Diana Behrendt und Horst Schubert von Network Office. Das Unternehmen existiert seit 25 Jahren und betreibt mit „Station 29“ in der Wittenberger Altstadt einen Shop für Design- und Kreativ-Produkte. „Nach der Corona-Pause hatten wir einfach nicht mehr die Manpower, die Messe zu reaktivieren, wir konzentrieren uns desalb auf das Kerngeschäft“, sagt Behrendt. Da aber von vielen treuen Ausstellern aus den Vorjahren nach der Pandemie immer wieder der Wunsch geäußert worden sei, die Messe wieder ins Leben zu rufen, habe man sich gerne dafür entschieden, Dalichow Event ins Boot zu holen und für einen soliden Übergang zu sorgen.

„Network Office hat in der Vergangenheit eine sehr gute Arbeit geleistet, die Wittenberg Messe zu einer erfolgreichen Plattform für regionale Unternehmen entwickelt und uns beim Restart tatkräftig unterstützt“, berichtet Christiane Dalichow. Man wolle die Messe im bewährten Geist fortführen und wieder die Ausstellerzahlen der Vergangenheit erreichen. Mit 45 Messeständen in 2026 sei man zufrieden, zumal es heuer viele konkurrierende Parallelveranstaltungen gegeben habe, aber es gebe natürlich Luft nach oben. „Als Stadt freuen wir uns, dass die Wittenberg Messe als bei Ausstellern und Besuchern gleichermaßen beliebter Event eine Neuauflage erfährt“, betont Bürgermeister André Seidig, der im Auftrag von Oberbürgermeister Torsten Zugehör die Gäste begrüßte.

Die Lutherstadt Wittenberg war zum ersten Mal bei der Messe mit einem eigenen Stand vertreten: Unter dem Motto „Bürgermeister-Talk mit André Seidig“ konnten Messe-Besucher in den direkten Kontakt treten, an der Button-Maschine ihren ganz individuellen Anstecker gestalten oder am Glücksrad ermitteln, zu welchem „Kulturtyp“ sie zählen. Auf großes Interesse stieß das von der Werbeagentur und Druckerei „Ideenreich“ des Augustinuswerk e.V. gestaltete Puzzle, bei dem man rund um die Kernstadt die Ortsteile korrekt einsetzen musste. Auch der ebenfalls vom „Ideenreich“ gestaltete, speziell auf Wittenberg zugeschnittene Spiele-Klassiker „Stadt, Land, Fluss“, erfreute sich großer Beliebtheit.

Die Wittenberg Messe vereint Handwerk, produzierendes Gewerbe, Handel und Dienstleister unter einem Dach. Der direkte Draht zwischen Kunden und Ausstellern schafft Vertrauen und beim Rundgang konnte sich jeder Messebesucher von der Qualität und der Vielfalt der Produkte und Dienstleistungen hiesiger Unternehmen überzeugen. „Firmen benötigen eine geeignete Plattform für die öffentliche Präsentation, denn die beste Form nachhaltiger Werbung ist der direkte Kontakt zu den Kunden“, so Dalichow. Viele Firmen aus der Stadt und den Umland seien auf den lokalen Markt angewiesen, viele potenzielle Kunden wiederum wollten sich über das Leistungsspektrum vor Ort informieren.

Pflanzen von Blumen-Möbius verliehen der Exerzierhalle eine Wohlfühlatmosphäre, das Leucoreadorf Bystrica e.V. stellte eine Hüpfburg, Kletterburg und diverse Spielgeräte zur Verfügung. Für die kulturelle Umrahmung sorgte das Tanzstudio Schwager mit zwei großen Auftritten auf der Bühne, ebendort konnten die Aussteller ihre Unternehmen und ihre Produkte/Dienstleistungen vorstellen. Für das leibliche Wohl gab es viel Genusvolles und Abwechslungsreiches, unter anderem vom Inklusionscafé „Augsutinus“.







