Dessau (md/wg). Am Donnerstag, dem 22. Januar und Freitag, dem 23. Januar, jeweils um 19.30 Uhr, lädt das Anhaltische Theater zum 3. Sinfoniekonzert der Philharmonie ins Große Haus ein. Konzerteinführungen gibt es an beiden Tagen um 18.30 Uhr im Theaterfoyer. Die Anhaltische Philharmonie spielt unter der Leitung von Georg Fritzsch, dem Generalmusikdirektor des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Solistinnen sind die Hallenser Pianistin Ragna Schirmer (siehe Foto) und die Sopranistin Bogna Bernagiewicz.
Gemessen an ihren sinfonischen Schwestern ist die 1901 uraufgeführte vierte Sinfonie von Gustav Mahler ein „kleines“ Werk: Sie dauert weniger als eine Stunde und verzichtet auf schweres Blech. Wie in der zweiten und in der dritten Sinfonie verwendet Mahler hier zum dritten und letzten Mal einen Text aus Arnim Brentanos Sammlung „Des Knaben Wunderhorn.“ Das Lied „Das himmlische Leben“ plante er ursprünglich als abschließenden siebten Satz der monumentalen dritten Sinfonie. Es wurde schließlich zum Ausgangspunkt für die Komposition der Vierten, die, nicht ohne Doppelbödigkeit, in eine idyllisch-heitere, scheinbar naive Sphäre entführt.
Im ersten Teil des Abends erklingt mit dem C-Dur-Konzert KV 467 eines der bekanntesten Klavierkonzerte Mozarts. Der Komponist führte es am 10. März 1785 in seiner eigenen Akademie erstmals auf, bei der auch Vater Leopold anwesend war. Der schrieb danach an seine Tochter Nannerl, er sei über die Schönheit des Werks und über den errungenen Beifall zu Tränen gerührt gewesen. Neben den unbestreitbaren Qualitäten dieser Musik hat im 20. Jahrhundert auch die Filmbranche sehr zur Popularisierung des Werkes beigetragen: Das Andante des zweiten Satzes mit seinem wunderbaren Klangzauber fand Verwendung sowohl im schwedischen Spielfilm „Elvira Madigan“ von 1967 als auch in einem James-Bond-Film von 1977. Foto: ©Maike Helbig

