Dessau (md/wg). Am 5. und 6. März, jeweils, um 19.30 Uhr, lädt das Anhaltische Theater Dessau im Rahmen des Kurt Weill Fests zum 4. Sinfoniekonzert der Anhaltischen Philharmonie unter der Leitung des neuen Ersten Kapellmeisters Svetoslav Borisov ins Große Haus ein. An beiden Konzertterminen findet um 18.30 Uhr im Foyer eine Einführung statt.
Im Mittelpunkt steht die Wiederaufführung der frühesten erhaltenen Orchesterkomposition von Kurt Weill: der Suite in E-Dur, entstanden 1918/19 während seines ersten Studienjahres bei Engelbert Humperdinck in Berlin. Das sechssätzige Werk, eine erstaunliche Talentprobe des erst 18-Jährigen und seinem Vater „in dankbarer Verehrung“ gewidmet, galt lange als verschollen und wurde erst 1983 wiederentdeckt. Nach einer Aufführung 1995 in Dessau erklingt die Suite nun in einer neuen praktischen Ausgabe des britischen Weill-Experten James Holmes.
Im Rahmen des Südamerika-Schwerpunkts am Anhaltischen Theater erlebt zudem das Harfenkonzert des Argentiniers Alberto Ginastera seine Dessauer Erstaufführung. Das Werk verbindet folkloristische und moderne Elemente und zählt seit seiner erfolgreichen Uraufführung 1965 als Meilenstein der Harfenliteratur. Den extrem virtuosen Solopart in diesem Werk spielt die deutsche Harfenistin Manuela Randlinger (siehe Foto). Den Abschluss bildet Maurice Ravels berühmter „Boléro“ (1928) – ein faszinierendes orchestrales Crescendo, das mit unveränderter Melodie und Rhythmik eine der eindrucksvollsten Steigerungen der Musikgeschichte entfaltet.
Karten sind an allen Vorverkaufsstellen des Anhaltischen Theaters, im Internet unter www.anhaltisches-theater.de und an der Abendkasse erhältlich. Foto: ©Daniel Haeker

