Montag, 16.02.2026

Annaburg/Prettin (md/wg). „Vergangenheit und Zukunft – wie geht es weiter mit Schloss Lichtenburg?“ ist das Thema des nächsten Geschichtsfrühstück am 22. Februar um 9.30 Uhr im Annaburger Porzellaneum. Referenten sind Dr. Insa Christiane Hennen von der Stiftung Leucorea und Tino Simon vom Förderverein Schloss und Gedenkstätte Lichtenburg e.V. Um Anmeldung unter Tel.: 035385/31 15 56 oder per Mail an: porzellanwelt@annaburg-porzellan.de wird gebeten.

Schloss Lichtenburg Prettin ist eine der größten Schlossanlagen Mitteldeutschlands. Das Ensemble, welches von den sächsischen Kurfürsten errichtet und später unter anderem als Strafanstalt und Konzentrationslager genutzt wurde, befindet sich seit geraumer Zeit im Umbruch. Während das Schlossmuseum aufgrund umfangreicher Bauarbeiten geschlossen bleibt, ist die Gedenkstätte KZ Lichtenburg derzeit der einzige öffentlich zugängliche Bereich.

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Wie es mit der historischen Anlage weitergeht, rückt verstärkt in den Mittelpunkt. Lokale Akteure arbeiten seit Längerem an neuen Nutzungskonzepten, die den vielfältigen Zeitschichten des Ortes gerecht werden sollen. Zwei größere Förderprojekte geben der Entwicklung einen neuen Schub. Die Stiftung Leucorea Wittenberg stellt beim Geschichtsfrühstück ihr auf zweieinhalb Jahre angelegtes Forschungsprojekt „Landschaft – Herrschaft – Lichtenburg“ vor, das wissenschaftliche Grundlagen für eine künftige Ausstellung im Schloss schaffen soll. Dabei rückt auch die Geschichte des sächsischen Kurkreises in den Blick.

Der Förderverein Schloss und Gedenkstätte Lichtenburg e.V. kündigt zudem ab 2026 die Restaurierung des Altars und der Kanzel der Schlosskirche an – herausragende Werke der deutschen Renaissance, geschaffen von Giovanni Maria Nosseni und Hofbildhauer Sebastian Walther. Die Maßnahmen sollen den Auftakt für eine umfassendere Wiederbelebung des Kirchenraums bilden. Weiterführende Restaurierungen, insbesondere an den Wandmalereien, sind für 2027 geplant und sollen Kirche und Schloss wieder stärker in den touristischen Fokus rücken. Foto: W. Gorsboth

Von Redaktion

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