Wittenberg (md). Zu einem nächsten Abend der Reihe „Redezeit“, die die Stiftung Leucorea gemeinsam mit dem Verein Wortwerk Wittenberg e.V. und dem Institut für deutsche Sprache und Kultur anbietet, wird am Montag, dem 9. Januar 2023, 18 Uhr, in die Leucorea herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Referentin Dr. Marianne Schröter, evangelische Theologin und seit 2013 Geschäftsführerin der Stiftung Leucorea spricht zum Thema „Deutsch als Wissenschaftssprache. Christian Thomasius und die Universität Halle“.
Mit dem Namen von Thomasius ist die Durchsetzung des Deutschen als akademische Lehrsprache verbunden. Zunächst an der Universität Leipzig und dann, nach dem Lehr- und Publikationsverbot dort, seit 1690 an der halleschen Fridericiana hat er auf eine Bildungsreform hingewirkt, die auf eine Überwindung der konfessionellen Bevormundung der Wissenschaften zielen wollte.
Vielmehr sollten das Naturrecht und die Philosophia pracitca – besonders Ethik und Politik – zur neuen Grundlage akademischen Arbeitens werden und so zur Mundanisierung der Universitäten beitragen. In dem Vortrag werden die wichtigsten Elemente der Thomasianischen Universitätsreform vorgestellt und wissenschaftsgeschichtlich kontextualisiert.
Bild: Referentin Dr. Marianne Schröter ist seit 2013 Geschäftsführerin der Stiftung Leucorea. Foto: Stiftung Leucorea

