Dessau/Wittenberg (md/wg). „Zivilschutz – für den Ernstfall gerüstet?“ ist Thema eines Vortrags von Désirée Bychara-Hahn vom Bundesministerium des Innern, Abteilung Krisenmanagement Berlin, am 12. März um 19 Uhr im Dessauer Gemeindezentrum St. Georg in Dessau. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Evangelischen Erwachsenenbildung Anhalt und der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt. Kostenbeitrag: fünf Euro. Um Anmeldung bis spätestens zum 11. März wird gebeten über die folgende Internetseite: https://ea-wb.de/zivilschutz. Die Veranstaltung wird von Jörg Göpfert von der Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V. moderiert.
Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine schrillen auch in Deutschland die Alarmglocken – zumindest hinter den Kulissen. Mit einem „Pakt für den Bevölkerungsschutz“ will die neue schwarz-rote Bundesregierung den Zivil- und Katastrophenschutz stärken. Bis 2029 sollen zehn Milliarden Euro investiert werden in neue Sirenen, digitale Warnsysteme, neue Fahrzeuge für Brandschutz und Krankentransporte, mobile Kommandozentralen und schweres Gerät. Zudem soll es mehr gemeinsame Übungen von Hilfsorganisationen, Technischem Hilfswerk, Rettungsdiensten und Bundeswehr geben.
Désirée Bychara-Hahn (siehe Foto) ist Expertin für dieses Thema und im Bundesministerium des Innern für Krisenmanagement und die Koordination der zivilen Verteidigung sowie der zivil-militärischen Zusammenarbeit zuständig. In ihrem Vortrag erläutert sie, wie Zivil- und Katastrophenschutz in Deutschland organisiert sind, worauf es in den nächsten Jahren besonders ankommt und was jeder Einzelne zum Schutz der Bevölkerung beitragen kann.
Désirée Bychara-Hahn studierte Rechtswissenschaften an der University of Waikato, Hamilton (Neuseeland) und an der Universität Bayreuth. Sie war zunächst als Referentin für internationales Recht beim Deutschen Roten Kreuz in Berlin und dessen Generalsekretariat tätig. 2022 wechselte sie zum Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Berlin.
Seit Juli 2024 leitet sie das Referat „Koordinierung Zivile Verteidigung/Zivilmilitärische Zusammenarbeit“ des BBK und ist seit Oktober 2024 Referentin in der Abteilung „Operatives Führungskommando der Bundeswehr, Schwielowsee/Berlin“. Im Rahmen dieser Tätigkeiten unterstützt sie die Umsetzung des Operationsplans Deutschland (OPLAN DEU) zur Verteidigung von systemrelevanter Infrastruktur im Spannungs- und Verteidigungsfall insbesondere im zivilen, aber auch zivil-militärischen Bereich. Seit Februar 2026 arbeitet sie in der Abteilung Krisenmanagement des Bundesministeriums des Innern. Foto: privat

