Wittenberg (md/wg). Am Dienstag, dem 27. Januar 2026, um 19.30 Uhr spricht die Jenaer Amerikanistin Prof. Dr. Caroline Rosenthal (siehe Foto) im Rahmen der Vortragsreihe der Stiftung Leucorea „Transatlantische Wechselwirkungen“ über den amerikanischen Schriftsteller und Philosophen Henry David Thoreau. Der Vortrag findet im Audimax statt, der Eintritt ist frei.
Thoreau (1817–1862) zählt zu den einflussreichsten Denkern der amerikanischen Literaturgeschichte und erlangte mit Werken wie „Walden oder Leben in den Wäldern“ sowie „Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat“, seiner wegweisenden Schrift zum zivilen Ungehorsam, große Bekanntheit. Als radikaler Nonkonformist führte er ein außergewöhnliches Leben: Er riskierte aus pädagogischer Überzeugung seine berufliche Existenz, zog sich bewusst in die Natur zurück, um fern gesellschaftlicher Konventionen zu leben, und nahm sogar eine Gefängnisstrafe in Kauf, statt mit seinen Steuern den Krieg der Vereinigten Staaten gegen Mexiko zu unterstützen.
Prof. Dr. Caroline Rosenthal widmet sich in ihrem Vortrag Thoreaus Freiheitsverständnis, wie es sich in Leben und Werk manifestiert, und beleuchtet dabei auch die protestantische Prägung dieses kompromisslosen, auf die Freiheit des eigenen Gewissens pochenden Freigeistes. Caroline Rosenthal, Jahrgang 1969, ist Amerikanistin, Literaturwissenschaftlerin und Hochschullehrerin und seit 2009 Professorin für Amerikanistik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie forscht vor allem zu natur- und raumbezogenen Themen in der nordamerikanischen und kanadischen Literatur sowie Kultur und engagiert sich in wissenschaftlichen Vereinigungen wie der Gesellschaft für Kanada-Studien. Foto: ©Anne Günther/Universität Jena

