Dessau (md). In einem Vortrag im Festsaal des Schlosses Luisium wird am Donnerstag, dem 25. April, Dr. Ingo Pfeifer von der Abteilung Schlösser und Sammlungen um 16.30 Uhr über den Begriff der „Beutekunst“ und seine Bedeutung für die Sammlung der Kulturstiftung Dessau Wörlitz sprechen. Preis pro Person: 12 Euro. Um eine Anmeldung wird gebeten unter schloss-luisium@gartenreich.de oder Tel.: 0340/21 83 70.
Der Begriff „Beutekunst“ wurde bisher in Deutschland insbesondere für während oder unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem durch die Rote Armee in die Sowjetunion gebrachte Kunst- und Museumsgegenstände verwendet. Mit der französischen Kulturwissenschaftlerin Benedicte Savoy erhielt dieser Begriff einen neuen Inhalt. Er wurde hier für die aus den Kolonien nach Europa gebrachten Werke benutzt.
Die Kulturstiftung ist von Beutekunst sowohl in der einen wie der anderen Weise betroffen. Im Vortrag werden verschiedene Beispiele dafür erläutert. Es wird dargestellt, wie heute versucht wird, sowohl Kriegsverluste zu ermitteln, als auch koloniale Kunst aus Afrika in den heutigen Museumsbeständen der KsDW zu erforschen.
Bild: Schloss Luisium im Dessau-Wörlitzer Gartenreich. Foto: ©KsDW/Peter Dafinger

