Wittenberg (md/aw). In den frühen Morgenstunden des 23. Februar wurde die Feuerwehr der Lutherstadt Wittenberg mit dem Einsatzstichwort „Feuer 4 – Scheune“ in die Ortschaft Seegrehna alarmiert.
Bereits auf der Anfahrt stellten die ersten Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung fest. Vor Ort bestätigte sich die Lage: Eine rund 80 mal 25 Meter große Halle stand in Vollbrand und war in Teilen bereits eingestürzt. Menschen oder Tiere befanden sich nach ersten Erkenntnissen nicht in unmittelbarer Gefahr.
Die Brandbekämpfung erfolgte in drei Einsatzabschnitten. Zunächst wurde eine stabile und leistungsfähige Löschwasserversorgung aufgebaut, um ausreichend Wasser an der Einsatzstelle bereitzustellen. Parallel dazu gingen mehrere Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung vor.
Aufgrund der eingeschränkten Zugänglichkeit der Halle – bedingt durch die Ausdehnung des Feuers und die Einsturzgefahr – entschieden sich die Einsatzkräfte im weiteren Verlauf, das Gebäude mit Mittelschaum zu fluten. Der Schaumteppich legt sich als dichter Film über den brennenden Stoff, trennt diesen vom Sauerstoff und erstickt so das Feuer. Das im Schaum enthaltene Wasser sorgt zusätzlich für einen Kühleffekt, wodurch verbliebene Glutnester schneller abgelöscht und eine Rückzündung verhindert werden konnten.
In der Spitze waren zwei Löschzüge mit rund 40 Einsatzkräften vor Ort. Neben dem D-Dienst, dem C-Dienst und der hauptamtlichen Wachbereitschaft waren die Ortsfeuerwehren aus Pratau, Seegrehna und Wittenberg/West im Einsatz. Unterstützung erhielten sie von Kräften der Stadtfeuerwehr Kemberg, einer Schnell-Einsatz-Gruppe der Johanniter sowie der Polizei.
Zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Sachschadens lagen zum Zeitpunkt des Einsatzendes noch keine abschließenden Angaben vor. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Vormittagsstunden hin.
Foto: @Feuerwehr Lutherstadt Wittenberg

