Dessau (md/wg). „Brasilianische Klanglandschaften“ sind am Mittwoch, dem 11. Februar, ab 19 Uhr in der Georgenkirche in Dessau zu erleben. Zu Gast ist das Kammerorchester „Camerata Ivoti“ aus dem südbrasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul. Das Publikum erwartet ein hochkarätiger Konzertabend mit kammermusikalischen Werken von bedeutenden südamerikanischen und europäischen Komponisten. Der Eintritt ist frei, Spenden sind aber sehr willkommen.
Gespielt werden Kompositionen unter anderem von César Guerra Peixe, einem der bedeutendsten brasilianischen Komponisten des 20. Jahrhunderts und Alberto Nepomuceno, Komponist und Leiter des Instituto Nacional de Música in Rio de Janeiro. Die Konzertgäste dürfen sich auf Kompositionen mit klangvollen Titeln wie „Himmel, Sonne, Süden, Erde und Farbe“ von Leonardo ebenso wie auf die „Reise durch Brasilien“, ein Werk des in Stuttgart geborenen deutsch-brasilianischen Komponisten und Dirigenten Ernst Mahle freuen. Auch traditionelle Gaucho-Tänze stehen auf dem Programm.
Die „Brasilianischen Klanglandschaften“ geben einen musikalischen Einblick in die Vielfalt Brasiliens. Neben klassischen und modernen Arrangements sind auch zwei charakteristische Instrumente dabei: die Rabeca, eine traditionelle brasilianische Fidel, und die Viola Caipira, ein zehnsaitiges volkstümliches Instrument aus dem ländlichen Brasilien. Beide verleihen dem Konzert einen besonderen, authentischen Klang.
Das beliebte Jugendorchester aus der Stadt Ivoti im Süden Brasiliens wurde 1994 gegründet und ist eines der vier bestehenden Orchester der Associação Pró-Cultura e Arte Ivoti (ASCARTE) und des Instituto de Educação Ivoti (IEI), einer von deutschen Einwanderern 1907 gegründeten Bildungseinrichtung. Der Kontakt zur Kleinstadt Ivoti besteht schon seit Jahrzehnten über das Gustav-Adolf-Werk, denn in Südbrasilien gibt es seit 1824 deutschsprachige Gemeinden, die vom Gustav-Adolf-Werk unterstützt werden.
Seit über 30 Jahren kamen in der Regel fünf zukünftige Deutschlehrerinnen oder -lehrer, die in Ivoti ausgebildet werden, nach Anhalt, um hier Gemeindeleben und kirchliche Kindergärten und Schulen kennenzulernen. Dieses Programm lief im letzten Jahr aufgrund fehlender Fördergelder leider aus. Das Konzert in der Georgenkirche soll nun auch ein „Dankeschön“ für die langjährige Unterstützung aus Dessau und Umgebung sein. Foto: Veranstalter

