Kriminalitätslage:
Vorsicht vor falschen Polizisten
Nach Angaben einer 81-jährigen Wittenbergerin erhielt sie am 27.02.2024 gegen 11.00 Uhr einen Anruf eines vermeintlichen Polizisten, welcher ihr mitteilte, dass ihr Enkelkind einen Verkehrsunfall gehabt hätte, bei welchem eine Frau und zwei Kinder zu Tode gekommen wären. Im Hintergrund schrie und weinte eine Frau, die jedoch nicht deutlich zu verstehen war. Der falsche Polizist forderte eine Kaution von 45.000 Euro. Anderenfalls würde er die Staatsanwaltschaft kontaktieren müssen, welche daraufhin die Verhaftung des Enkelkindes veranlassen würde. Als die Geschädigte angab, nicht so viel Bargeld zu Hause zu haben, wurde sie aufgefordert, zu prüfen, wie viel Bargeld sie denn habe. Nachdem die Geschädigte das Geld gezählt hatte und sich erneut mit dem unbekannten Täter in Verbindung setzen wollte, bemerkte sie, dass das Telefonat bereits beendet wurde. Daraufhin kontaktierte sie einen Verwandten, welcher ihr mitteilte, dass das Enkelkind keinen Unfall hatte und es sich bei dem vermeintlichen Polizisten um einen Betrüger gehandelt hat.
Diese Art Schockanruf ist eine ganz perfide Masche von Betrügern, die bei den Angerufenen Angst und Sorge um ihre Angehörigen auslöst. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass sie niemals telefonisch Angehörige über einen Verkehrsunfall informiert und auch nie Geld fordert. Lassen Sie sich von solchen Betrügern keine Angst machen und auch nicht einschüchtern! Zahlen Sie niemals Geld!
Wenn Sie aufgrund eines solchen Anrufes verständlicherweise Angst haben oder verunsichert sind, rufen Sie bei dem entsprechenden Verwandten an oder, falls dieser nicht zu erreichen ist, die nächste Polizeidienststelle unter der Ihnen bekannten Telefonnummer und fragen Sie nach beziehungsweise schildern Sie den komischen Anruf. Wählen Sie aber niemals eine Telefonnummer, die Ihnen vom Anrufer (Betrüger) vorgegeben wird!
Allerdings ist es oft auch so, dass die Geschädigten aufgefordert werden, den Anruf zu halten und die Wohnung / das Haus nicht zu verlassen. Damit soll verhindert werden, dass bei Verwandten oder Bekannten nachgefragt wird. Auf alle Fälle, sollten sich die Geschädigten, bevor es zu spät ist, Rat und Hilfe holen. Das kann beispielsweise auch bei Nachbarn sein, die dann die Polizei informieren können.
Diebstahl aus Pkw
Im Tatzeitraum vom 27.02.2024 / 15.30 Uhr bis zum 28.02.2024 / 05.30 Uhr schlugen unbekannte Täter in der Wilhelm-Weber-Straße in Wittenberg eine Scheibe eines Pkw Hyundai ein. Das Fahrzeug war auf einem dortigen unbeleuchteten Parkplatz abgestellt. Nach Angaben des Anzeigenerstatters sei ein Rucksack mit persönlichen Dingen entwendet worden.
Diebstahl von Sägen
In einem Jessener Ortsteil verschafften sich unbekannte Täter in der Zeit vom 27.02.2024 / 17.45 Uhr bis zum 28.02.2024 / 09.00 Uhr Zutritt zu einem Betriebsgelände und anschließend in eine Lagerhalle. Nach Angaben des Anzeigenerstatters seien zwei Motorsägen und eine Tischkreissäge entwendet worden.
Betrüger am Telefon
Ein 46-jähriger Mann aus dem Landkreis Wittenberg wurde am 24.02.2024 Opfer eines Telefonbetrugs. Wie er der Polizei schriftlich anzeigte, wurde er zur Erneuerung der Push-Tan Daten aufgefordert und auf eine augenscheinlich echt wirkende Webseite seiner Bank geleitet. Er folgte den Anweisungen des Betrügers. Am 26.02.2024 erhielt er dann einen Anruf seiner Bank, wo ihm mitgeteilt wurde, dass verdächtig hohe Kontobewegungen angewiesen wurden. Erst da bemerkte er den Betrug. Sämtliche Zahlungen konnten in der Folge gestoppt und das Konto gesperrt werden.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang wiederholt daraufhin, dass Banken / Geldinstitute niemals telefonisch Angaben zu persönlichen Daten verlangen oder Anweisungen zu deren Veränderung / Erneuerung geben. Sollten Sie bei derartigen Anrufen unsicher sein, geben Sie klar zu verstehen, dass Sie sich selbst an die zuständige Bank wenden werden und beenden Sie das Gespräch. Erkundigen Sie sich entweder persönlich oder telefonisch unter der Ihnen bekannten Rufnummer der Bank. Lassen Sie sich keinesfalls verunsichern, nur, weil der Anruf am Wochenende erfolgte. Das nutzen Betrüger, um gegebenenfalls einen sofortigen Rückruf bei der echten Bank zu verhindern oder unter Umständen auch Druck auszuüben, indem sie vorgaukeln, dass das Konto gesperrt werden würde. Reagieren Sie immer besonnen und klären Sie das angebliche Problem an einem Wochentag zu den gewohnten Öffnungszeiten.
Sexuelle Nötigung und zweimal Trunkenheit im Verkehr
Im Einkaufscenter Arsenal kam es am 26.02.2024 um 16.30 Uhr zu einer sexuellen Nötigung zum Nachteil einer 18-jährigen Frau. Demnach wurde sie von einer ihr unbekannten männlichen Person unsittlich berührt. Zufällig vor Ort befindliche Beamten bemerkten den Vorfall und schritten sofort ein. Gegen den polizeibekannten 28-jährigen Täter wurde ein Ermittlungsverfahren wegen sexueller Nötigung eingeleitet. Zudem stand der junge Mann unter Alkoholeinfluss. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert von 1,9 Promille. Folglich wurde eine Blutprobenentnahme angeordnet. Da die Beamten ihn bereits vor der sexuellen Nötigung mit dem Fahrrad fahrend aus Richtung Juristenstraße kommend in Richtung des Arsenals gesehen haben, wurde ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr eingeleitet. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurde ihm die Weiterfahrt mit dem Rad untersagt. Dies interessierte ihn jedoch nicht. Nachdem er das Revier verlassen hat, stieg er trotz vorheriger Belehrung erneut auf sein Rad und fuhr weg. Er konnte jedoch durch eine sofortige Nacheile auf dem Arsenalplatz festgestellt und wiederholt zum Revier gebracht werden. Eine weitere Blutprobenentnahme wurde angeordnet und ein weiteres Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Beamten stellten nun das Fahrrad des Mannes sicher.
Unbekannte drangen in Gaststätte ein
Unbekannte Täter drangen am 26.02.2024 zwischen 18.01 Uhr und 20.54 Uhr gewaltsam in die Räumlichkeiten einer Gaststätte in einem Jessener Ortsteil ein. Nach Angaben des Anzeigenerstatters sei nichts entwendet worden. Es entstand Sachschaden.
Unbekannte drangen in Gartenlaube ein
Im Kastanienweg in Wittenberg Apoollensdorf drangen unbekannte Täter im Tatzeitraum vom 11.02.2024 / 15.00 Uhr bis zum 25.02.2024 / 17.11 Uhr in eine Gartenlaube ein. Nach Angaben der Anzeigenerstatterin seien zwei Akkuträger samt Ladegerät entwendet worden. Des Weiteren wurde ein Fernseher beschädigt.
Unbekannte beschädigen Zaun
Am 25.02.2024 beschädigten unbekannte Täter zwischen 17.05 Uhr und 18.28 Uhr den Zaun eines Außenlagers eines Einkaufsmarktes in der Wittenberger Lerchenbergstraße. Augenscheinlich sei jedoch nichts entwendet worden. Im Außenlager befinden sich hauptsächlich Getränkekisten mit Leergut.
Sachbeschädigung durch Graffiti
Im Tatzeitraum vom 23.02.2024 / 15.00 Uhr bis zum 26.02.2024 / 07.30 Uhr wurde durch unbekannte Täter die Tartanbahn des Sportplatzes in der Langen Straße in Coswig mit Graffiti besprüht. Der Schaden soll sich im mittleren dreistelligen Bereich belaufen. Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.
Einbruch in Bürokomplex gelang nicht
Unbekannte Täter versuchten in der Zeit vom 23.02.2024 / 17.00 Uhr bis zum 26.02.2024 / 09.30 Uhr, in einen Bürokomplex in der Dobschützstraße in Wittenberg einzudringen. Dies gelang jedoch nicht.
Verkehrslage:
Zusammenstoß der Außenspiegel
Am 27.02.2024 befuhr eine 41-jährige VW-Fahrerin um 15.06 Uhr die L 126 aus Richtung Wittenberg kommend in Richtung Zörnigall. Im Bereich des Tunnels kam es zum Zusammenstoß des linken Außenspiegels ihres Fahrzeugs mit dem ebenfalls linken Außenspiegel eines entgegenkommenden Ford. Gemäß Verkehrszeichen 208 hätte die VW-Fahrerin dem 43-jährigen Ford-Fahrer den Vorrang gewähren müssen.
Wildunfälle
Der 50-jährige Fahrer eines VW befuhr am 28.02.2024 um 05.58 Uhr die L 121 aus Richtung Hundeluft kommend in Richtung Düben, als plötzlich ein Wildschwein von rechts nach links die Fahrbahn querte. Trotz eingeleiteter Gefahrenbremsung kam es zum Zusammenstoß mit dem Tier und zu Sachschaden am Fahrzeug. Das Schwein verendete am Unfallort.
Um 06.05 Uhr befuhr ein 25-jähriger Seat-Fahrer die L 132 aus Richtung Schleesen kommend in Richtung Radis, als es plötzlich zur Kollision mit einem Reh kam, welches von rechts nach links über die Fahrbahn wechselte. Dabei entstand Sachschaden.
Um 06.19 Uhr befuhr ein 33-jähriger Skoda-Fahrer die K 2239 aus Richtung Seyda kommend in Richtung Morxdorf, als plötzlich circa ein Kilometer vor Morxdorf ein Reh von links nach rechts die Fahrbahn kreuzte. In der Folge konnte ein Zusammenstoß mit dem Tier nicht verhindert werden. Während dieses am Unfallort verendete, entstand am Fahrzeug Sachschaden.
Beim Zurücksetzen angestoßen
Am 28.02.2024 befanden sich ein 34-jähriger Ford-Fahrer und eine 43-jährige Skoda-Fahrerin in dieser Reihenfolge in Wittenberg an der Lichtzeichenanlage in der Puschkinstraße in Wittenberg. Als ein entgegenkommender Fahrzeugführer beabsichtigte, nach links auf eine Grundstückseinfahrt abzubiegen, setzte der Ford-Fahrer etwas zurück, wobei er den dahinter befindlichen Skoda touchierte. Es entstand Sachschaden.
Wildunfall
Eine 46-jährige Renault-Fahrerin befuhr am 27.02.2024 um 03.40 Uhr die L 121 aus Richtung Düben kommend in Richtung Bräsen, als plötzlich ein Reh die Fahrbahn von rechts nach links kreuzte. In der Folge kam es zum Zusammenstoß mit dem Tier und zu Sachschaden am Fahrzeug. Das Reh verschwand vom Unfallort.
Wildunfall
Am 25.02.2024 befuhr eine 54-jährige Peugeot-Fahrerin um 05.55 Uhr die L 126 aus Richtung Bülzig kommend in Richtung Zahna. Circa hundert Meter vor der Brücke in einer Kurve kreuzte plötzlich ein Reh von links nach rechts die Fahrbahn und kollidierte mit dem Fahrzeug. Dabei entstand Sachschaden. Das Tier verschwand vom Unfallort.
Im Vorbeifahren gestreift
Eine elfjährige Radfahrerin befuhr am 25.02.2024 um 14.46 Uhr in Bülzig die Straße Untere Linde und streifte dabei im Vorbeifahren einen parkenden Toyota. An diesem entstand Sachschaden.
Vorderreifen verloren
Nach Angaben der Unfallbeteiligten befuhr ein 37-jähriger Renault-Fahrer am 25.02.2024 um 18.41 Uhr die B 2 aus Richtung Wittenberg kommend in Richtung Eutzsch. Plötzlich habe er ein Klappern gehört und daraufhin seine Geschwindigkeit reduziert. Kurz vor dem Abzweig Brückenkopf verlor er seinen linken vorderen Reifen, welcher gegen den Kia eines 57-jährigen Fahrers stieß. Dieser fuhr direkt hinter dem Renault. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.
Sonstiges:
Wohnungsbrand
Am 26.02.2024 wurde die Polizei um 16.05 Uhr über einen Wohnungsbrand in Straach informiert. Wie sich herausstellte, brach das Feuer aus bisher ungeklärter Ursache im Wohnzimmer aus und ging wieder eigenständig aus, sodass ein Löschen durch die Kameraden der Feuerwehr nicht mehr erforderlich war. Dennoch ist die Wohnung durch die starken Rußschäden nicht mehr bewohnbar. Der Schaden soll sich im unteren fünfstelligen Bereich belaufen. Die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache werden von der Kriminalpolizei geführt und dauern an.
Untersuchungshaft nach Räuberischem Diebstahl in Lutherstadt Wittenberg
(Landkreis Wittenberg). Am Montagabend, dem 26.02.2024, kam es in einem Supermarkt in der Straße der Befreiung in Lutherstadt Wittenberg zu einem räuberischen Diebstahl.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand beobachtete ein Mitarbeiter des Marktes gegen 19:30 Uhr, wie ein Kunde Waren in seiner Bekleidung verstaute. Nachdem der Mann den Kassenbereich ohne zu bezahlen passiert hatte wurde er vom Marktmitarbeiter im Ausgangsbereich des Supermarkts auf die Diebstahlshandlung angesprochen. Nach zunächst lautstarkem Abstreiten des Diebstahls warf der Täter einen Teil des Diebesgutes in Richtung des Kassenbereiches, ergriff eine Bierflasche am Flaschenhals, drohte in Richtung des Mitarbeiters und holte zum Schlag aus. Durch das Eingreifen zweier Zeugen konnte der Angriff unterbunden und der Täter bis zum Erscheinen der Polizei festgehalten werden.
Es erfolgte die vorläufige Festnahme und Durchsuchung des 23-jährigen Mannes. Dabei wurde weiteres Diebesgut – Lebensmittel und Getränke – aufgefunden.
Nach Aktenvorlage bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau wurde gegen den Beschuldigten am 27.02.2024 Haftantrag gestellt.
Nach Vorführung vor dem zuständigen Ermittlungsrichter am Amtsgerichts Wittenberg verkündete dieser den Untersuchungshaftbefehl und ordnete die Untersuchungshaft an.
Es erfolgte die Verbringung in eine Justizvollzugsanstalt.

