Freitag, 13.02.2026

Dessau (md/wg). Die Evangelische Kirchengemeinde St. Katharina in Kyjiw und die Evangelische Landeskirche Anhalts nehmen eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf. Die Gemeinde in Kyjiw ist zugleich seit über drei Jahrzehnten in einer offiziellen Partnerschaft mit dem Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk München, der zusammen mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) die Kirchengemeinde in Kyjiw finanziell unterstützt.

Mit der neuen Partnerschaft will die Evangelische Landeskirche Anhalts – zusammen mit dem engagierten Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk München – ein nachhaltiges Zeichen kirchlicher Solidarität und Verbundenheit setzen. Die Evangelische Kirchengemeinde St. Katharina in Kyjiw (siehe Foto) leistet unter den Bedingungen des Krieges einen wichtigen seelsorgerlichen und diakonischen Dienst. Sie begleitet Menschen in existenziellen Nöten, bietet geistlichen Halt und ist ein Ort gelebter Gemeinschaft in einer Situation anhaltender Unsicherheit und Zukunftssorgen.

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Die Kirchenleitung der Evangelischen Landeskirche Anhalts hat beschlossen, die Evangelische Kirchengemeinde St. Katharina in Kyjiw für zunächst fünf Jahre finanziell zu unterstützen. Die Förderung umfasst eine jährliche Zuwendung zur Deckung der Heizkosten. Darüber hinaus ist vorgesehen, die Partnerschaft schrittweise weiterzuentwickeln, insbesondere mit Blick auf die Unterstützung der Pfarrstelle. Gegenseitige Besuche und persönliche Begegnungen sollen die Zusammenarbeit vertiefen.

Kirchenpräsident Karsten Georg Wolkenhauer erklärt: „Ich bin sehr dankbar für den Dienst, den die Evangelische Gemeinde in Kyjiw unter den Bedingungen des Krieges leistet. Die Partnerschaft soll Ausdruck gelebter christlicher Gemeinschaft sein – über nationale Grenzen hinweg und gerade in Zeiten größter Herausforderungen.“

Auch auf Seiten der Gemeinde in Kyjiw wird die Partnerschaft als wichtiges Zeichen der Verbundenheit wahrgenommen. Lidiia Tselsdorf, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates der Evangelischen Kirchengemeinde St. Katharina Kyjiw, betont: „Inmitten von Krieg, Unsicherheit und täglicher Sorge ist diese Partnerschaft für unsere Gemeinde ein starkes Zeichen der Hoffnung. Sie zeigt uns, dass wir nicht vergessen sind und dass die Gemeinschaft der evangelischen Christinnen und Christen Grenzen überwindet. Die Unterstützung aus Deutschland stärkt unseren Dienst an den Menschen hier in Kyjiw – geistlich, seelsorgerlich und ganz konkret im Alltag.“

Die beteiligten Kirchen verstehen die Partnerschaft als Beitrag zur Stärkung kirchlicher Verantwortung und Solidarität innerhalb der weltweiten evangelischen Gemeinschaft. Sie verbindet geistliche Verbundenheit mit konkreter Unterstützung und dem gemeinsamen Vertrauen darauf, dass Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe auch unter schwierigen Bedingungen tragen. Foto: privat

Von Redaktion

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