Donnerstag, 26.02.2026

Wittenberg (md/wg). Am 23. Februar 2026 empfing Oberbürgermeister Torsten Zugehör die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren der Lutherstadt Wittenberg zum diesjährigen Feuerwehrempfang im Stadthaus, um sie traditionell und verdient für ihre Arbeit und Leistungen zu würdigen: „Ein jeder, der sich für die Feuerwehr engagiert, tut dies aus einem tiefen Verantwortungsbewusstsein“, erklärte der Oberbürgermeister. „Sie fühlen sich verantwortlich für das Leben meist fremder Menschen, fühlen sich verantwortlich für den Schutz meist fremden Eigentums, fühlen sich verantwortlich für ihre Stadt, für unsere Stadt.“

Im vergangenen Jahr verzeichneten die Hauptamtliche Wachbereitschaft und die 19 Freiwilligen Wehren insgesamt 682 Einsätze. Oberbürgermeister Zugehör erinnert dabei zum Beispiel an das Einsatzgeschehen Anfang Mai 2025: „Am 2. Mai brannte eine Halle in Seegrehna vollständig ab. Die Löscharbeiten dauerten mehrere Tage und forderten fast alle Wehren der Stadt. Am 5. Mai kam es dann zu einem ausgedehnten Wohnungsbrand in der Nordendstraße. Die Feuerwehr rettete die Familie mit Hund und konnte das Feuer löschen, bevor es sich auf die nächste Etage ausbreiten konnte.“

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2025 wurden insgesamt 469 aktive Einsatzkräfte und über 300 Mitglieder in den Kinder- und Jugendfeuerwehren gezählt. Mit Blick in die unmittelbare Zukunft betonte Torsten Zugehör jedoch an diesem Abend auch, dass die Kommune und die Wehren vor Herausforderungen stehen, die nur gemeinsam bewältigt werden können. So wird es – beispielsweise bedingt durch den Klimawandel – mehr Einsatzkräfte benötigen, die „für uns wortwörtlich durchs Feuer gehen“, sagte Zugehör. Aus diesem Grund hat es sich die Stadtverwaltung als wichtiges Ziel gesetzt, verstärkt in die Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern zu investieren. „Die Ausbildung bereitet auf extreme Stresssituationen vor, um auch unter hoher physischer und psychischer Belastung sicher arbeiten zu können“, erklärte Zugehör. „Je mehr Feuerwehrmänner und -frauen uns mit dieser Ausbildung zur Verfügung stehen, desto sicherer und effizienter werden unsere Einsätze.“

Neben den traditionellen Ehrungen und Beförderungen erhielt Dirk Straach, Kamerad und stellvertretender Ortswehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Schmilkendorf, für seine außerordentlichen und langjährigen Dienste den Ehrenstern des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt e.V. in Bronze. Des Weiteren wurden in diesem Jahr eine Kameradin und drei Kameraden gewürdigt, die der Feuerwehr bereits seit 60 Jahren dienen. Jeder von ihnen bekam eine 10-Euro-Sammlermünze „Feuerwehr“ aus der Serie „Im Dienst der Gesellschaft“ überreicht, die Berufsgruppen würdigt, die für das Gemeinwesen unverzichtbar sind.

Als wichtige Unterstützer der lokalen Feuerwehren erhielten an diesem Abend die beiden ortsansässigen Firmen SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH und die Stadtwerke Lutherstadt Wittenberg jeweils ein Förderschild des Deutschen Feuerwehrverbandes. „Die meisten Feuerwehrleute sind tagsüber an ihrem Arbeitsplatz. Nur wenn Arbeitgeber ihre Mitarbeitenden für Einsätze freistellen, können genügend Einsatzkräfte schnell vor Ort sein, um Brände zu löschen und Leben zu retten“, sagte Oberbürgermeister Torsten Zugehör. „Betriebe, die dieses ehrenamtliche Engagement fördern, übernehmen, ebenso wie die Feuerwehrleute selbst, gesellschaftliche Verantwortung.“ So sind bei SKW 18 Feuerwehrmitglieder aus insgesamt 10 Ortsfeuerwehren und bei den Stadtwerken 6 Feuerwehrmitglieder aus insgesamt 4 Ortsfeuerwehren beschäftigt.

Neben Oberbürgermeister Torsten Zugehör richtete auch Ministerpräsident a.D. Dr. Reiner Haseloff im Stadthaus seinen persönlichen Dank an die haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer aus Wittenberg.

Bild: Dirk Straach erhält den Ehrenstern des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt (v.l.n.r. Torsten Zugehör, Dirk Straach, Roland Karthäuser, Christoph Kummer, Thomas Janott und André Seidig. Foto: Lutherstadt Wittenberg

Von Redaktion

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