Wittenberg/Bitterfeld (md/wg). Der regionale Tourismusverband WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg e.V. stellte heute in Anwesenheit der Staatssekretärin Stefanie Pötzsch das neue Augmented-Reality (AR)-Projekt an der Goitzsche und am Muldestausee vor. Im Ergebnis entstand eine virtuelle Darstellung der früheren Tagebauregion, die unter anderem eine 3D-Rekonstruktion eines Tagebaugroßgerätes enthält.
Über einen Zeitstrahl kann zwischen insgesamt sechs verschiedenen Epochen gewechselt werden, wodurch auch die Bedeutung des Bernsteins sowie des Jahrhunderthochwassers 2002 für die Entwicklung der Region thematisiert wird. Diese AR-Darstellung kann rund um die Goitzsche ab Saisonstart an insgesamt fünf Standorten genutzt werden. Zusätzlich gibt es am angrenzenden Muldestausee eine weitere AR-Szene, die die Entstehung des Sees aus dem ehemaligen Tagebau Muldenstein thematisiert. Hierzu wurde der Tagebau durch die Verlegung des Flusses Mulde geflutet, um gleichzeitig den Tagebau Goitzsche selbst vergrößern zu können. Die hierzu zugehörige Szene ist am „Haus am See“ in Schlaitz zu sehen.
Das Projekt wurde gemeinsam mit den Projektpartnern – dem Zweckverband Goitzsche, dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld mit seinen landkreiseigenen Einrichtungen Kreismuseum Bitterfeld und „Haus am See“ Schlaitz sowie den anliegenden Kommunen Stadt Bitterfeld-Wolfen und Gemeinde Muldestausee – vorgestellt. Die Partner beteiligten sich inhaltlich und mit historischem Bildmaterial an der Umsetzung. Das Projekt wurde über das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt mit 35.000 Euro gefördert und in Zusammenarbeit mit der Magdeburger Agentur 3DQR GmbH durch Einsatz modernster AR-Technik umgesetzt.
Die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg e.V., Anika Kinnemann, bedankte sich bei allen beteiligten Projektpartnern für die Unterstützung und sieht in dem Projekt eine große Chance, die facettenreiche Geschichte der Region durch ein modernes digitales Angebot einer breiten Öffentlichkeit – Einheimischen ebenso wie Gästen – niedrigschwellig zu vermitteln.
Die Augmented-Reality-Szenen können individuell über das eigene AR-fähige Smartphone/Tablet und der kostenfreien 3DQR Plus App erlebt werden. Ergänzend bieten die Stadt- und Tourismusinformation Bitterfeld-Wolfen sowie das „Haus am See“ Schlaitz regelmäßig Führungen mit Nutzung der AR-Szenen an. Erstmalig erfolgt dies zum Tag der Industriekultur am 12. April 2026 durch die Stadt- und Tourismusinformation Bitterfeld-Wolfen. Foto: Tourismusverband WelterbeRegion

