Wittenberg (md/aw). Der Neubau der Familientagesklinik der Klinik Bosse Wittenberg, getragen von der Alexianer Sachsen-Anhalt GmbH, wird planmäßig umgesetzt. Nach Übergabe eines vorläufigen Zuwendungsbescheids des Landes Sachsen-Anhalt in Höhe von 3,6 Millionen Euro im Oktober 2024 befindet sich das Projekt nun in der konkreten Realisierungsphase. Die Fördermittel stammen aus dem Corona-Sondervermögen des Landes.
Die neue Tagesklinik entsteht neben dem bestehenden Klinikgelände und soll künftig bis zu acht Familien parallel behandeln. Ziel ist es, psychisch erkrankte Kinder im Alter von vier bis 14 Jahren gemeinsam mit ihren Eltern therapeutisch zu begleiten und so nachhaltige Stabilisierung im familiären Zusammenleben zu erreichen.
Gemeinsam mit der landeseigenen Salus gGmbH, Fachklinikum Bernburg, schließt die Klinik damit eine wichtige Versorgungslücke in der Region. Die enge Kooperation stärkt die psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung von Familien in Sachsen-Anhalt nachhaltig.
Seit Frühjahr 2025 läuft die Planungsphase in enger Abstimmung mit Fachkräften beider Träger. Nach öffentlicher Ausschreibung wurde das Architekturbüro bc Architekten + Ingenieure GmbH mit der Planung beauftragt. Die Baugenehmigung wurde Ende Dezember 2025 erteilt – damit sind die formalen Voraussetzungen für den Bau geschaffen.
Ende April 2026 ist die feierliche Grundsteinlegung vorgesehen. Bis dahin wird die Bodenplatte fertiggestellt sein und bereits einen konkreten Eindruck vom künftigen Grundriss vermitteln.
Mit dem Neubau setzt die Klinik ein deutliches Zeichen für eine familienorientierte psychiatrische Versorgung in der Region.
BU: Das Modell der geplanten Familientagesklinik am zukünftigen Standort.
Foto: Höse

