Oranienbaum (md/wg). Zum Internationalen Tag des Bibers bietet das Biosphärenreservat Mittelelbe am 7. April 2026 um 10 und um 16 Uhr zwei kostenfreie Führungen an, Treffpunkt ist am Kapenschlösschen, dem Sitz der Biosphärenreservatsverwaltung. Von dort geht es auf Spurensuche im Reich der Biber, und im Biberland ist es sehr wahrscheinlich, dass Spuren zu finden sind.
Jörg Schuboth, Leiter der Landeskompetenzstelle für Biberschutz und zugleich Exkursionsleiter, führt ab dem Kapenschlösschen entlang des Landeskulturgrabens zur Biberfreianlage. Er erläutert, wie ausgerechnet der Elbebiber Wappen- und Symboltier des Biosphärenreservates wurde und warum der Biber in der Elbaue eine autochthone Tierart ist, das heißt, eine seit sehr langer Zeit hier vorkommende heimische Art.
An der mittleren Elbe gab es vor rund 120 Jahren die letzten Bibervorkommen Deutschlands, sie waren hier nie ausgestorben. In der Biberfreianlage angekommen, warten weitere spannende Informationen zur Lebensweise der Biber und eindrucksvolle Einsichten in die Natur eines typischen Biberreviers auf die Exkursionsgäste. Der um 1900 hierzulande nahezu ausgestorbene Elbebiber (Castor fiber albicus) hat sich mit dem Einsetzen konsequenter Schutzbemühungen zum Beginn des 20. Jahrhunderts im Bestand stabilisiert und erholt.
Circa 3.650 Elbebiber leben aktuell im Land Sachsen-Anhalt. Regelmäßige Kartierungen der Reviere in ganz Sachsen-Anhalt überwachen Bestand und Entwicklung. Mit seiner besonderen Lebensweise gilt der Elbebiber wie keine andere Art als Landschafts- und Lebensraumgestalter, der Habitate für andere Arten der Aue schafft. Wie genau er das macht, auch darüber gibt es Auskunft zu beiden Führungen am Internationalen Tag des Bibers. Foto: W. Gorsboth

