Wörlitz (md). Sachsen-Anhalts Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten Sven Schulze hat im Rahmen seiner Sommertour vier Gütesiegel nach dem bundesweit einheitlichen Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ an die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz übergeben: für Park und Schloss Luisium, Park und Schloss Mosigkau, Park und Schloss Oranienbaum sowie den Wörlitzer Park mit Schlossgarten und der Insel Stein.
„Unser Ziel ist es, dass möglichst viele Gäste in Sachsen-Anhalt einen unbeschwerten Urlaub genießen können“, erklärte Schulze. Daher stärken wir seit Jahren den barrierefreien Tourismus im Land. Ich freue mich, dass die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz mit gutem Beispiel vorangeht und ihren Service für Menschen mit Behinderung in den vergangenen Jahren stetig verbessert hat.“ Diese Auszeichnung sei ein großer Erfolg und solle weitere Anbieter anspornen. Es müsse ein gemeinsamer Anspruch sein, Tourismusangebote künftig noch stärker an die Bedürfnisse der Gäste anzupassen.
„Das Gartenreich mit seinen historischen Gärten, Schlössern und Sammlungen wird für nachfolgende Generationen so authentisch wie möglich erhalten“, betonte Prof. Dr. Harald Meller, kommissarischer Vorstand und Direktor der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz. „Bauliche Eingriffe in die Denkmalsubstanz des UNESCO-Welterbes sind dabei kaum möglich. Dennoch ist es uns wichtig, allen Gästen den Zutritt in die Schlösser und Gärten so barrierearm wie möglich zu gestalten. Mit einer Hubbühne haben wir beispielsweise die Hauptetage des Schlosses Wörlitz zugänglich gemacht.“
Das kürzlich sanierte Haus der Fürstin sei das erste Denkmal der Stiftung, das auf allen Ebenen für Gäste mit eingeschränkter Mobilität zugänglich ist. Für die Zukunft seien ein Lift am Schloss Oranienbaum und ein barrierearmer Gondelsteg geplant. Die Teilnahme am bundesweiten Projekt „Reisen für Alle“ sei daher ein logischer Schritt für die Kulturstiftung gewesen. „Wir möchten unseren Besuchern verlässliche Informationen zur Barrierefreiheit des Gartenreichs bereitstellen, damit sie ihren Aufenthalt besser planen können“, sagte Meller. So käme man dem Ziel, möglichst vielen Menschen die Schönheit und Bedeutung des Gartenreichs zu zeigen, näher.
„Barrierefreiheit öffnet Türen zur Vielfalt. Mit Stolz übergeben wir die ‚Reisen für Alle’-Zertifikate im zauberhaften Gartenreich Dessau-Wörlitz, um sicherzustellen, dass Reisen für jede Person, unabhängig von ihren individuellen Bedürfnissen, zu einem unvergesslichen Erlebnis wird“, erklärte Martin Schulze, Geschäftsführer des Landestourismusverbandes (LTV) Sachsen-Anhalt. „Uns ist es wichtig, weitere Unternehmen in der Region für den Prozess zu gewinnen. Ziel muss es sein, die Reisekette von Anreise, Unterkunft, Restaurantbesuch bis hin zu Erlebnissen im Gartenreich ganzheitlich barrierefrei abdecken zu können.“
Hintergrund:
Im Rahmen des Projekts „Reisen für Alle“, das seit dem 1. Juli 2023 vom LTV umgesetzt wird, werden Angebote der Tourismuseinrichtungen und -betriebe mit barrierefreier Infrastruktur erhoben sowie anhand eines deutschlandweit einheitlichen Kennzeichnungssystems zertifiziert. Gäste, die nach barrierefreien Angeboten suchen, erhalten dadurch bereits vor Reiseantritt verlässliche und geprüfte Informationen. Am Projekt „Reisen für Alle“ beteiligen sich bislang knapp 200 Unternehmen und Einrichtungen aus Sachsen-Anhalts Tourismusbranche.
Bild: LTV-Geschäftsführer Martin Schulze, Prof. Dr. Harald Meller, Minister Sven Schulze, Maik Strömer, Bürgermeister der Stadt Oranienbaum-Wörlitz, Dr. Anette Froesch, Abteilungsleiterin Schlösser und Sammlungen der KsDW und Anika Kinnemann, stellvertretende Geschäftsführerin des Tourismusverbandes WeltererbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg (v.l.n.r.). Foto: ©KsDW/Peter Dafinger

