Dienstag, 13.01.2026

Wittenberg (md). Das Silvester- und Neujahrswochenende 2022/2023 verlief für die Feuerwehr Wittenberg ereignisreich: Die Kameradinnen und Kameraden mussten insgesamt für 14 Brände und vier technische Hilfeleistungen im Stadtgebiet ausrücken. Die folgenreichsten Einsätze galt es in der Ortschaft Pratau zu absolvieren.

Hier kam es am Silvesterabend zu einem ausgedehnten Flächenbrand an der Alten Wittenberger Straße, mehr als 600 Quadratmeter Öd- und Schilfland standen dort in Flammen. Die Hauptwache sowie die Feuerwehren aus Pratau und Seegrehna, unterstützt vom SKW-Ergänzungstrupp, kamen zum Einsatz und löschten den Brand. Ein zweiter schwerer Brand ereignete sich an einem Carport in der Ortslage Pratau. Dort stand eine Großmülltonne in Flammen. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnten ein Boot sowie das angrenzende Wohnhaus gerettet werden.

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Über den gesamten Jahreswechsel hinweg galt es für die Kameraden insbesondere Kleinbrände zu löschen, die wahrscheinlich durch abgebranntes Feuerwerk ausgelöst wurden. Im Einsatz waren an diesem Wochenende der C-Dienst, die Hauptamtliche Wachbereitschaft sowie die Feuerwehren aus Reinsdorf/Dobien, Braunsdorf, Pratau, Seegrehna, Wittenberg/West und Teuchel. Unterstützt wurden diese die gesamte Zeit durch den SKW-Ergänzungstrupp.

Oberbürgermeister Torsten Zugehör bedankte sich bei allen Einsatzkräften und bekundet gleichzeitig seine Solidarität für die Einsatzkräfte in Berlin: „Es ist beschämend und erschreckend zu sehen, wie Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei angegriffen und daran gehindert werden, ihre Arbeit zu erfüllen, nämlich Menschen zu helfen und Gefahrensituationen zu entschärfen.“ Und OB Zugehör ergänzte: „Statt sie mit Silvesterböllern anzugreifen, sollte ein jeder diesen Menschen mit großer Dankbarkeit und Respekt entgegentreten. Sie schultern eine immense Verantwortung und begeben sich für ihre Mitmenschen immer wieder in Gefahrensituationen.“

Ähnlich bestürzt zeigte sich Oberbürgermeister Torsten Zugehör auch hinsichtlich des wachsenden Müllaufkommens am Silvesterabend: „In dieser Zeit, in der unsere Entscheidungen und unser Tun stets vom Gedanken des Umwelt- und Klimaschutzes geleitet sein müssen, erscheint mir die Verschmutzung in unseren Straßen als völlig verrückt und grotesk. Es ist legitim, dass das Silvesterfeuerwerk in den meisten Familien unserer Stadt traditionell verankert ist, doch ich appelliere eindringlich an die Einsicht eines jeden, mit weniger Böllern und Feuerwerk mehr Wohl für unsere Umwelt, das Klima und unsere Tiere zu bewirken. Dazu zählt wenigstens, dass jeder seinen eigenen Müll beseitigt und diesen nicht im öffentlichen Raum liegen lässt.“

Die für die Straßenreinigung beauftragte KSW erklärte, dass das Müllaufkommen in der Wittenberger Innenstadt erheblich größer war als in den Vorjahren und auch über dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Allein aus der Fußgängerzone haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KSW am Neujahrsmorgen sechs Kubikmeter Feuerwerks- und Partymüll entfernt.

Bild: Die Feuerwehren der Stadt Wittenberg hatten zum Jahreswechsel ordentlich zu tun. Foto: Pixabay

Von Redaktion