Dienstag, 10.02.2026

Wittenberg (md). Am Dienstag, dem 2. April, widmet sich Dr. theol. Dorothee Kommer in der Vortragsreihe „Luther 1524“ der LutherMuseen in der Kapelle im Augusteum Ursula Weyda, einer Frau, die für den reformatorischen Glauben kämpfte und dabei auch die Rollenbilder jener Zeit auf den Kopf stellte. Beginn ist um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung im Servicebüro der LutherMuseen wird gebeten, per Mail an service@luthermuseen.de oder telefonisch unter 03491/42 03 171.

„Es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott: Ich will ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Töchter sollen weissagen.“ Dieses Bibelzitat aus Joel 3,1 steht auf der Titelseite der Flugschrift, die Ursula Weyda zur Verteidigung des reformatorischen Glaubens verfasste.

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So verstand sich diese kluge und mutige Frau als eine, die von Gott den Auftrag hat, ihren Glauben öffentlich zu bekennen und denen zu widersprechen, die falsche Glaubenslehren verbreiteten. Damit durchbrach sie die Rollenbilder ihrer Zeit. Dessen bewusst rechnete sie damit, dass sie Anfeindungen ausgesetzt sein würde. Trotzdem sah sie für sich keine andere Möglichkeit, denn nach ihrem Verständnis war ihr Seelenheil in Gefahr.

Dr. theol. Dorothee Kommer studierte Evangelische Theologie und war von 1999 bis 2002 Stipendiatin des Graduiertenkollegs Ars und Scientia. Seit 2008 ist sie Pfarrerin, zuerst in Hechingen, dann in Haigerloch, seit 2019 in Wehingen. Kommer wurde 2012 an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen promoviert. Der Titel ihrer Dissertation lautete „Reformatorische Flugschriften von Frauen. Flugschriftenautorinnen der frühen Reformationszeit und ihre Sicht von Geistlichkeit“.

Von Redaktion