Wittenberg (md). Im Kinder- und Jugendzentrum „Pferdestall“ fand die Abschlusspräsentation der Minecraft Bau-Challenge „Dein neuer Lieblingsspielplatz an der Elbe“ statt. Fünf Jungen im Alter zwischen 7 und 14 Jahren konnten sich mit ihren Entwürfen in der Abstimmung durchsetzen und Bürgermeister André Seidig sowie den Stadtplanerinnen für die Landesgartenschau 2027 ihre Ideen vorstellen und erläutern.
„Die Jungs haben uns tolle Ideen geschickt. Es ist spannend zu sehen, dass sich die Aktivitäten, die sie sich für ihren neuen Lieblingsspielplatz an der Elbe wünschen, ähneln“, erklärte Bürgermeister Seidig. Klettern bis in den Himmel, ewig langes Rutschen, Hüpfen auf dem „Wahnsinnssprungtuch“, Schaukeln zu zweit und eine schnelle Seilbahn stehen hoch im Kurs.
Außerdem sollen einige Bereiche des neuen Spielplatzes nicht direkt einsehbar, also etwas versteckt oder vertunnelt und auch wettergeschützt sein. Und auch die Eltern sollen Sitz- und Verweilmöglichkeiten erhalten. Eine weitere Idee, die bei der Stadt und dem Planungsbüro bbzl auf großen Zuspruch gestoßen ist, ist die, den Spielgeräten fantasievolle oder auch witzige Namen zu geben, wie z.B. das erwähnte „Wahnsinnssprungtuch“.
„Für uns ist es wichtig, dass sich alle fünf Jungs, die sich mit ihren Entwürfen durchsetzen konnten, als Gewinner sehen“, betonte Seidig. „Unsere Aufgabe ist es nun, die Impulse aus diesem Beteiligungsformat zu einem spannenden und interessanten Spielplatz zu entwickeln.“ Im Frühjahr 2025 sollen die Entwürfe den Kindern und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bei der Abschlusspräsentation erhielten sie vom Bürgermeister ihre Gutscheine im Wert von jeweils 30 Euro.
„Ich freue mich besonders, dass in einem Jahr geschaut wird, wie die Ideen in die Spielplatzplanung aufgenommen werden“, ergänzte Tobias Thiel, Studienleiter an der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V. „Diese verbindliche Rückmeldung ist ein wichtiges Element in Beteiligungsprozessen, um Mitwirkenden zu zeigen, dass ihre Idee wirklich berücksichtigt werden, aber auch um gegebenenfalls zu erläutern, warum sich Vorschläge nicht umsetzen lassen“, betonte Thiel die Bedeutung dieser Abmachung.
Hintergrund
Die Minecraft Bau-Challenge wurde zwischen dem 26. Februar und dem 20. März 2024 von der Stadtverwaltung vorbereitend für die Landesgartenschau 2027 ausgelobt. Über die eingereichten Vorschläge aus der Bau-Challenge haben anschließend ebenfalls Kinder und Jugendliche in den Jugendclubs abgestimmt. So lagen also sowohl die Planung der Spielfläche als auch die Entscheidung über die Ideen in den Händen derjenigen, die den neuen Kletter- und Spielplatz später mit Leben füllen sollen.
Insgesamt wurden 27 Entwürfe eingereicht. Zur Wahl standen dann jedoch nur die 20 Entwürfe, die von der Wittenberger Jugend eingereicht wurden. Eine externe Einreichung erhielt einen Sonderpreis der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V. Screenshots und Kurzbeschreibungen aller Ideen können hier angeschaut werden: https://j-a-w.de/spielplatzentwuerfe.
Bei dem Projekt handelt es sich um eine Kooperation mit der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V. Der dabei zu gestaltende Spiel- und Kletterplatz ist der Altersgruppe von 6 bis 14 Jahren gewidmet und befindet sich auf der Kuhlache (später Uferpark), unmittelbar südlich des neuen Lärmschutzwalles, der später parallel zur Dresdener Straße verlaufen wird. Die Seite dieses Walles soll in die Ausgestaltung des Spielbereiches einbezogen werden.
Bild: Bürgermeister André Seidig (r.) und Studienleiter Tobias Thiel (l.) mit den Gewinnern der Minecraft Bau-Challenge Jonas, Finnley, Oskar, Gustav und Clemens. Foto: Stadtverwaltung

