Wittenberg (md). Noch bis zum 25. August ist in der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt in Wittenberg die Wanderausstellung „Als Jüd:innen markiert und verfolgt. Jüdische Identitäten und NS-Tatorte in Sachsen-Anhalt“ zu sehen. Am Dienstag, dem 18. Juli, gibt es um 15.30 Uhr die Möglichkeit, an einer kostenfreien Führung durch die Kuratorinnen teilzunehmen. Um Anmeldung wird gebeten unter: www.ea-wb.de/fuehrung.
Im Fokus der von der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt konzipierten Exposition stehen zwölf Menschen, die von den Nationalsozialisten als jüdisch markiert und als Konsequenz daraus gewaltsam aus der sogenannten Volksgemeinschaft ausgeschlossen wurden: Zwölf unterschiedliche Persönlichkeiten, zwölf individuelle Perspektiven auf die eigene jüdische Identität, zwölf von der NS-Diktatur gezeichnete Lebenswege, die mit sechs NS-Tatorten im heutigen Sachsen-Anhalt verbunden sind.
Diese sechs Tatorte sind die heutigen Gedenkstätten Lichtenburg, Bernburg, Langenstein, Gardelegen, Roter Ochse Halle und Moritzplatz Magdeburg: Die nationalsozialistischen Verbrechen fanden nicht nur fern im Osten statt, sondern direkt vor der Haustür, in der eigenen Nachbarschaft. Der Ausstellungsbesucher hat die Möglichkeit, herauszufinden, wie vielfältig jüdisches Leben sein kann sowie vorgefasste Bilder, Vorurteile und Zuschreibungen kritisch zu hinterfragen.
Die Ausstellung erfolgt im Rahmen des Projekts „Bildspuren“ an der Evangelischen Akademie in Kooperation mit der Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin. Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei, um vorherige Anmeldung unter: kleinbub@ev-akademie-wittenberg.de wird gebeten.
Bild: Die Ausstellung „Als Jüd:innen markiert und verfolgt“ in den Räumen der Evangelischen Akademie. Foto: ©Vincent Kleinbub

