Sa.. Okt. 3rd, 2026

Dessau (md/wg). Mit bewegenden Begegnungen, neuen Partnerschaften und großer Dankbarkeit ist Karsten Georg Wolkenhauer, Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts, von den Feierlichkeiten zum 175-jährigen Jubiläum der Schule Talitha Kumi im Westjordanland zurückgekehrt. Die traditionsreiche Bildungseinrichtung nahe Bethlehem wurde 1851 von Kaiserwerther Diakonissen gegründet und gehört heute zu den bedeutendsten deutschsprachigen Bildungsprojekten im Nahen Osten. Die Evangelische Landeskirche Anhalts ist als eine der Trägerkirchen des Berliner Missionswerks eng mit der Schule verbunden.

Auf Einladung der Schule nahm eine Delegation des Berliner Missionswerkes und der Landeskirche Anhalts an den Jubiläumsfeierlichkeiten teil. Neben Festveranstaltungen und Gottesdiensten standen Begegnungen mit Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften sowie Besuche diakonischer Einrichtungen auf dem Programm. Höhepunkt war ein großes internationales Schulfest mit Gästen aus vielen Ländern.

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Besonders beeindruckt zeigte sich der Kirchenpräsident von den persönlichen Geschichten, die er während seines Aufenthaltes hören durfte. „Ein besonderer Moment war für mich, beim Festumzug neben dem Bürgermeister des Ortes zu gehen, der selbst Absolvent von Talitha Kumi ist und erzählt hat, wie diese Schule sein Leben geprägt und verändert hat“, berichtet Wolkenhauer.

Tief bewegt habe ihn auch die Begegnung mit einer Diakonin vor Ort. Trotz knapper Mittel engagiere sie sich unermüdlich für die Menschen ihrer Gemeinde und des gesamten Ortes. Solche Erfahrungen machten deutlich, wie viel Hoffnung und Kraft von christlichem Engagement ausgehen könne. Nachhaltigen Eindruck hinterließen zudem die Lehrkräfte und die Schüler der Schule: „Die Lehrer unterrichten unter schwierigsten Bedingungen in den drei Schulsprachen Arabisch, Deutsch und Englisch und geben Kindern Hoffnung und Zukunft. Das war für mich sehr stärkend und inspirierend.“

Beeindruckt zeigte er sich auch von der Offenheit der jungen Menschen: „Diese Kinder und Alumni, die gemeinsam drei Sprachen lernen, ein weites Herz und ein weites Weltbild haben und so viel Freude und Hoffnung ausstrahlen, haben mich dankbar und demütig gemacht.“ Der Blick auf ihre Lebenssituation relativiere manches Problem in Deutschland: „Da verschwimmen die Herausforderungen, die wir hier in Anhalt haben und für ganz gewaltig halten, dann doch etwas.“

Die Verbundenheit zwischen der Evangelischen Landeskirche Anhalts und Talitha Kumi soll auch künftig weiter wachsen. Bereits während des Besuchs wurden weitere Begegnungen geplant, darunter ein gemeinsames Projekt mit dem Posaunenchor der Schule. Mit großer Dankbarkeit blickt Karsten Georg Wolkenhauer auf die Reise zurück: „Ich komme von dieser Reise zutiefst beschenkt, gestärkt und ermutigt wieder und bin dankbar, dass wir in Talitha Kumi die Möglichkeit haben, helfen zu dürfen.“ Foto: Gerd Herzog/Berliner Missionswerk

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