Wittenberg (md/wg). Anlässlich des Welt-Parkinson-Tages am 11. April lädt die Klinik für Neurologie am 9. April zu einer Informationsstunde für Betroffene und Angehörige ein. In der Zeit von 14.30 bis 15.30 Uhr erhalten Interessierte auf der Parkinsonstation einen Einblick in die Parkinson-Komplexbehandlung.
Parkinson-Fachschwester Karina Mlitzke stellt den Behandlungsablauf vor und steht für Fragen zur Verfügung. Ergänzend gibt Simone Wischnewski, Leiterin der Physiotherapie der Klinik für Neurologie, einen Überblick über die physiotherapeutischen Angebote innerhalb der Parkinson-Fachklinik. Das Angebot richtet sich sowohl an Menschen mit Parkinson als auch an deren Angehörige.
Da die Teilnehmerzahl auf zehn Plätze begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung zwingend erforderlich und bis zum 2. April möglich. Anmeldung bei: Marika Höse, Telefon: 03491/476 324, E-Mail: m.hoese@alexianer.de. Dank hoher Fallzahlen, therapeutischer Expertise und eines modernen Behandlungskonzepts ist die Alexianer Klinik Bosse Wittenberg spezialisiert auf die multimodale Komplexbehandlung bei Morbus Parkinson und seit 2010 eine von der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V. (dPV) zertifizierte Fachklinik für Parkinson und Bewegungsstörungen mit überregionaler Bedeutung.
Der Welt-Parkinson-Tag am 11. April erinnert an den englischen Arzt, Apotheker und Universalgelehrten James Parkinson, der 1817 erstmals die Symptome der „Schüttellähmung“ in seiner Publikation „An Essay on the Shaking Palsy“ beschrieb. Der 11. April ist der Geburtstag des Arztes (1755-1824). Parkinson hatte bereits damals erkannt, dass es sich um ein neurologisches Krankheitsbild handelt, nicht etwa um ein muskuläres Problem. Mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation WHO startete Parkinson’s Europe 1997 mit dem Parkinsontag. Parkinson-Erkrankungen, die vor dem 40. Lebensjahr auftreten, werden als „früh beginnend“ bezeichnet. Zu den betroffenen Prominenten gehört unter anderem der amerikanische Schauspieler Michael J. Fox.
Die Parkinson-Krankheit ist durch drei Hauptsymptome gekennzeichnet: die Verlangsamung der Bewegungsabläufe, eine erhöhte Muskelsteifheit sowie Zittern. Die Parkinson-Krankheit ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung, in Deutschland sind mindestens 200.000 Menschen betroffen, mit deutlich wachsender Tendenz. Der Welt-Parkinson-Tag am 11. April soll auf die Krankheit und Therapiemöglichkeiten aufmerksam machen. Denn die richtige medikamentöse Behandlung sowie Physio- und Ergotherapie können die Entwicklung der Krankheit positiv beeinflussen, wenn sie auch noch nicht heilbar ist.

