Donnerstag, 26.02.2026

Halle (md/wg). Das in Zschornewitz gegründete Forum Rathenau e.V. wird mit mehreren Speakern bei der Diskussion „Transformation gemeinsam gestalten – Chemie, Region, Zukunft“ im Rahmen der Regionalpolitischen Jahrestagung 2026 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) in Halle am Montag, dem 2. März 2026, in der Händel Halle vertreten sein. Am Nachmittag ab 13.10 Uhr wird der Forum Rathenau e.V. außerdem im Rahmen der öffentlich zugänglichen Konferenz einen Workshop zum Thema „Zukunft der Chemieindustrie im mitteldeutschen Chemiedreieck“ in der Leopoldina anbieten.

Im Mittelpunkt der Konferenz mit rund 600 Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft, Verbänden und Gewerkschaften stehen innovative Ideen, wirksame Instrumente sowie bewährte und neue Ansätze einer zukunftsorientierten Regionalentwicklung. Diskutiert wird insbesondere, wie Investitionen und Innovationen neue wirtschaftliche Dynamiken auslösen und selbsttragendes Wachstum in den Regionen stärken können, so die Veranstalter. Die Referenten des Forum Rathenau werden in der Diskussionsrunde „Transformation gemeinsam gestalten – Chemie, Region, Zukunft“ die Situation der Chemieindustrie im Mitteldeutschen Chemiedreieck beleuchten.

Werbung

Die chemische Industrie ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft: Sie liefert unverzichtbare Vorprodukte für Industrie, Infrastruktur und kritische Bereiche wie Gesundheit, Energie und Mobilität. Damit trägt sie wesentlich zu Wohlstand und Beschäftigung bei. „Die Branche steht jedoch unter enormem Druck“, kritisiert der Vorstand des Forum Rathenau und Geschäftsführer der SKW Piesteritz Carsten Franzke. „Hohe Energie- und Rohstoffkosten, erdrückende Abgaben und Steuern, Überregulierung sowie ausufernde Bürokratie belasten die Wettbewerbsfähigkeit. Besonders die Chemieverbünde in Mitteldeutschland sind sehr stark betroffen – im globalen Wettbewerb und auch bei Investitionen in die nachhaltige Transformation. Das Produktionsniveau ist auf das Niveau der frühen 1990er Jahre zurückgefallen.“

Diskutiert werden deshalb notwendige politische Rahmenbedingungen, um die Chemieindustrie im Transformationsprozess zu stärken und den wirtschaftlichen Akteuren Schritte in Richtung klimaneutrale Produktion und Sicherung der Arbeitsplätze in Deutschland und der Region zu ermöglichen. Das mitteldeutsche Chemiedreieck mit 35.200 Beschäftigten und 8,7 Millionen Tonnen Jahresproduktion steht vor der Herausforderung, Klimaneutralität und Wettbewerbsfähigkeit zu vereinen.

Der Workshop „Zukunft der Chemieindustrie im mitteldeutschen Chemiedreieck“ des Forum Rathenau am Nachmittag beleuchtet die Rolle der Region in der geplanten „Critical Chemicals Alliance“ der EU-Kommission zur Sicherung kritischer Basischemikalien und Chemiestandorte.„Die Impulsvorträge behandeln zentrale Transformationsthemen: Die dringend notwendige Reform des EU-Emissionshandelssystems (ETS), dessen steigende CO2-Kosten die energieintensive Industrie existenziell bedrohen sowie Perspektiven für Carbon Capture and Utilization (CCU), Carbon Dioxide Removal (CDR) und die erforderliche Infrastrukturfinanzierung“, erläutert der Vorstandsvorsitzende des Forum Rathenau Professor Dr. Ralf Wehrspohn.

MP Schulze bei Regionalpolitischer Jahrestagung

Ministerpräsident Sven Schulze wird an der Regionalpolitischen Jahrestagung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in der Georg-Friedrich-Händel-Halle teilnehmen und zu den rund 600 Teilnehmern sprechen. Zu der Veranstaltung werden Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, Halles Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt, die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Staatsministerin Elisabeth Kaiser, der Präsident des Deutschen Landkreistages, Dr. Achim Brötel sowie der Präsident der IHK Halle-Dessau, Sascha Gläßer, erwartet.

Anmeldung und weitere Informationen zur Regionalpolitischen Jahrestagung 2026 des BMWE in Halle über: https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Veranstaltungen/2026/20260302-regionalpolitische-jahrestagung-2026.html

Von Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert