Mittwoch, 28.01.2026

Wittenberg (md/wg). Am 27. Januar wird um 12 Uhr zum Holocaustgedenken in die Stadtkirche St. Marien eingeladen, anschließend erfolgt die Kranzniederlegung an der Stätte der Mahnung (siehe Foto). An der Stadtkirche Wittenberg befindet sich seit etwa 1290 ein Hohn- und Spottbild auf die jüdische Religion.

Schmähplastiken dieser Art, die Juden in Verbindung mit Schweinen zeigen – Tiere, die im Judentum als unrein gelten – waren besonders im Mittelalter verbreitet. Es existieren noch etwa fünfzig derartige Bildwerke. Das Mahnmal unterhalb der Schmähplastik wurde im November 1988 enthüllt, fünfzig Jahre nach dem Beginn der Judenpogrome im nationalsozialistisch beherrschten Deutschland.

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Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ist der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee im Jahr 1945. In Deutschland gilt der 27. Januar seit 1996 als bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurde dieser Tag von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 erklärt.

Auschwitz steht symbolisch für den millionenfachen Mord an Menschen jüdischen Glaubens sowie anderen Bevölkerungsgruppen. Immer wieder wird allzu deutlich, dass Verbrechen an der Menschheit längst nicht mehr nur der Vergangenheit angehören und die Gesellschaft mehr denn je gefordert ist, sich diesen Gräueltaten entgegenzustellen. Foto: W. Gorsboth/Archiv

Von Redaktion

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