Samstag, 29.11.2025

Oranienbaum (md). Im Rahmen des Seniorencampus der Volkshochschule Dessau-Roßlau und in Kooperation mit dem MAGLETAN e.V. und der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz (KsDW) werden am Donnerstag, dem 19. Oktober, um 15.30 Uhr im Schloss Oranienbaum (Tabakkollegium), historische Landwirtschaftsmethoden und ihre Verbindung zur Idee der Nachhaltigkeit in zwei Vorträgen thematisiert.

Die Prinzessin Henriette Catharina von Oranien-Nassau brachte bei ihrer Heirat mit Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau holländisches Know-how in das kleine anhaltische Fürstentum. In der Folge entstanden nicht nur das Schloss- und Parkensemble von Oranienbaum, sondern auch eine planmäßig angelegte Stadt. Um die Wirtschaft zu stärken führte sie nach holländischem Vorbild Tabakanbau und -verarbeitung ein. Auch ihr Urenkel, Fürst Franz von Anhalt-Dessau, förderte die Neuerungen landwirtschaftlicher Methoden, die neben der Ertragssteigerung auch die Verbindung des Nützlichen mit dem Schönen zum Ziel hatten.

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Im ersten Teil der Veranstaltung erläutert Michael Keller, Leiter der Abteilung Gärten und Gewässer der KsDW, die Entwicklungen in Gartenbau und Landwirtschaft während des 17. und 18. Jahrhunderts im Fürstentum Anhalt-Dessau. Dabei spielten nicht nur einige exotische Pflanzenarten und ein Innovationstransfer über Staatengrenzen hinweg eine Rolle, sondern es lassen sich auch Bezüge zu heutigen Zielsetzungen der Nachhaltigkeit finden. Im zweiten Teil führt Susana Fernández de Frieboese in die Andenregion der Inkas und widmet sich dem Thema Nachhaltigkeit und Förderung biologischer Vielfalt bei Land- und Gartenbau in Südamerika. Dort garantierte die Kartoffel sichere Ernährung und gesunde Böden.

Das Angebot richtet sich speziell an Seniorinnen und Senioren. Die Anmeldung erfolgt über die Volkshochschule Dessau-Roßlau unter 0340/240 055 40. Der Preis beträgt sechs Euro.

Bild: Das Schloss Oranienbaum. Foto: ©KsDW/Peter Dafinger

Von Redaktion