Dienstag, 10.03.2026

Wittenberg (md/wg). Die Lutherstadt Wittenberg hat ihre Feuerwehrgerätehäuser sowie Feuerwehrfahrzeuge mit vernetzten Rauchwarnmeldern ausgestattet. Über die Hintergründe und den aktuellen Stand der Maßnahme informierten Vertreter der Stadt und der Feuerwehr bei einem Pressegespräch am Gerätehaus der Feuerwehr Abtsdorf am Dienstag, dem 10. März 2026. An dem Gespräch nahmen neben Bürgermeister André Seidig auch Robert Jänichen als Leiter der Wachbereitschaft, René Wessel als Wachabteilungsleiter und der stellvertretende Ortswehrleiter Matthias Hauss der Feuerwehr Abtsdorf/Labetz Matthias Hauss teil.

Auslöser für die Initiative sind wiederkehrende Brandereignisse in Feuerwehrgerätehäusern in verschiedenen Regionen Deutschlands, die in den vergangenen Jahren bundesweit für Schlagzeilen sorgten und teilweise erhebliche Schäden verursachten. So kam es unter anderem im Oktober 2025 in Brandenburg sowie im September 2025 in Bayern zu entsprechenden Vorfällen. Auch frühere Brände, etwa in Thüringen im Januar 2025 oder in Hessen im Oktober 2024, haben die Diskussion über fehlende Rauchwarnmelder in Gerätehäusern und Feuerwehrfahrzeugen verstärkt.

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Vor diesem Hintergrund entschied sich die Lutherstadt Wittenberg, im Rahmen des vorbeugenden Brandschutzes alle Gerätehäuser und Fahrzeuge der Feuerwehr mit vernetzten Rauchwarnmeldern auszustatten. Ziel ist es, Brände möglichst frühzeitig zu erkennen, um schnell reagieren und größere Schäden oder sogar den Ausfall von Feuerwehrstandorten verhindern zu können. Bürgermeister André Seidig führte hierzu aus: „Mit dieser Maßnahme stärkt die Lutherstadt Wittenberg den vorbeugenden Brandschutz innerhalb der eigenen Feuerwehrinfrastruktur und setzt zugleich auf eine technisch einfache, aber effektive Lösung zur Risikominimierung.“

Besonders relevant ist die Ausstattung der Fahrzeuge selbst. Häufig liegen die Ursachen solcher Brände in technischen Defekten, etwa an elektronischen Bauteilen oder Akkutechnik in den Fahrzeugen. Wird ein Brand erst in der Fahrzeughalle erkannt, ist die Phase des Entstehungsbrandes in der Regel bereits überschritten.

Seit Mitte 2025 wurden bereits insgesamt 227 vernetzte Rauchwarnmelder installiert. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf rund 5.000 Euro. Die Geräte sind jeweils in das örtliche WLAN der Standorte eingebunden. Wird ein Alarm ausgelöst, erhalten die jeweilige Ortswehrleitung sowie der diensthabende Wachabteilungsleiter der Hauptwache unmittelbar eine Meldung auf ihr Mobiltelefon.

Zur Bestätigung der Funktion wurde den anwesenden Pressevertretern zum Abschluss des Termins ein Testalarm der Geräte vorgeführt. Der stellvertretende Ortswehrleiter der Feuerwehr Abtsdorf/Labetz Matthias Hauss ergänzte zudem mit einer Anekdote: „Neben den Testalarmen hatten wir bisher nur einen ungeplanten Alarm, glücklicherweise war es aber nur die Kinderfeuerwehr beim Plätzchen backen. Nichts passiert.“

Bild: André Seidig, Robert Jänichen, René Wessel und Matthias Hauss (v.l.). Foto: Stadtverwaltung Lutherstadt Wittenberg

Von Redaktion

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