Stolz, ausgelassen oder heißblütig – egal welche Vorstellungen man von der Liebe in Spanien und Lateinamerika hat, sie ist auf jeden Fall eines: exotisch.
Geschichten und Romanzen der Liebe aus Spanien haben im 19. Jahrhundert auch Dichter und Komponisten nördlich der Pyrenäen begeistert. Das Spanische Liederbuch, Übertragungen spanischer Volkslyrik durch den Lübecker Dichter
Emanuel Geibel gehört zu den meistvertonten Texten der Romantik. Auch Robert Schumann komponierte einige von ihnen als Spanisches Liederspiel zu einem Zyklus aus Liedern, Duetten und Quartetten.
Von der Mündung des Guadalquivir geht die Reise über den Atlantik. Die Liebeslieder des brasilianischen Komponisten Claudio Santoro geben vor allem der Sehnsucht nach erfüllter Liebe Ausdruck. Indianas, ein Zyklus von Vokalquartetten seines argentinischen Zeitgenossen Carlos Guastavino beschließt den Abend. Beide Komponisten mischten einheimische Klänge und Rhythmen mit der überlieferten Tradition der klassischen Musik um eine genuin südamerikanische Kunst zu schaffen.
Der Pianist Alexander Koryakin gibt den Gesängen einen Rahmen, mit Klaviermusik von Robert Schumann, Heitor Villa-Lobos und Alberto Ginastera.
¡Ay amor!
it Liedern und Quartetten über den Atlantik
Robert Schumann: Von fremden Ländern und Menschen op. 15/1
für Klavier
Robert Schumann: Spanisches Liederspiel op. 74
Heitor Villa-Lobos: Chôros No. 5 »Alma brasileira«
für Klavier
Cláudio Santoro: Canções de amor
- Auswahl -
Alberto Ginastera: Suite de danzas criollas
für Klavier
Carlos Guastavino: Indianas, Sechs Quartette mit Klavier
Solisten Alyson Rosales Sopran , Yirin Kim Alt , Edilson Silva Junior Tenor , Barış Yavuz Bass , Alexander Koryakin Klavier und Einstudierung
