Samstag, 29.11.2025

Wittenberg (md). Die Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Wittenberg lädt am Dienstag, dem 30. April, von 17.30 bis 19 Uhr, zur ersten Online-Veranstaltung in diesem Jahr zum Thema „Protest als demokratische Praxis?“ innerhalb der Reihe der „Digitalen Demokratiegespräche“ ein. Herzlich eingeladen sind alle Aktiven und Engagierten aus Vereinen, Netzwerken und Initiativen sowie Projektträger im Landkreis Wittenberg.

Seit der Veröffentlichung einer Recherche der Plattform Correctiv zu einem Treffen von Politikern mit Rechtsradikalen in Potsdam gingen zu Beginn des Jahres Millionen Menschen in ganz Deutschland auf die Straße, um gegen einen Rechtsruck und für die Sicherung der Demokratie zu protestieren. Einem Demoaufruf unter dem Motto „Wittenberg: Klare Kante gegen rechts. Unsere Stimme für Menschlichkeit und gegen Hass“ folgten auch hier im Januar ca. 1500 Menschen.

Werbung

Neben Demonstrationen wie diesen gibt es noch weitere Protestformen wie den zivilen Ungehorsam, Mahnwachen oder Streiks, die durch Gesetze unterschiedlich reglementiert werden. Im „Digitalen Demokratiegespräch“ am 30. April 2024 geht es um die Frage, was Protest für eine demokratische Gesellschaft bedeutet, wie über verschiedene Protestformen diskutiert wird und was die öffentliche Wahrnehmung der Aktivisten damit zu tun hat. Welcher Protest wird als legitim verstanden, welcher nicht und wieso? Wie viel Einfluss haben Menschen auf demokratische Verfahren, indem sie Forderungen auf die Straße bringen?

Dazu wird zu Beginn Dr. Tareq Sydiq vom Institut für Protest- und Bewegungsforschung die Thematik wissenschaftlich aus Sicht der Protestforschung einordnen und erläutern, wie Protest auf demokratische Prozesse einwirken kann. Anschließend wird Lukas Jocher vom Projekt „GegenPart – Mobiles Beratungsteam Sachsen-Anhalt“ einen Einblick in die praktische Arbeit gegen Rechtsextremismus geben. „GegenPart“ berät Initiativen, Vereine und die Kommunalpolitik und trägt damit zur Stärkung der zivilgesellschaftlichen demokratischen Strukturen auf lokaler Ebene bei. Zudem analysiert das Projekt die rechte Szene und veröffentlicht die Ergebnisse.

Im Anschluss bietet die Veranstaltung Platz für Fragen und Austausch zum Thema. Anmeldungen sind bis zum 30. April um 12 Uhr an demokratie-lkwittenberg@erinnern.org möglich. Der Link zur Veranstaltung wird nach erfolgreicher Anmeldung am Veranstaltungstag verschickt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Von Redaktion