Wittenberg (aw). Bei bestem Laufwetter ist am 28. März der vierte Wittenberger Erdbeerlauf auf dem Gelände der Wittenberg Gemüse GmbH über die Bühne gegangen. Die gemeinsam mit dem Kreissportbund Wittenberg organisierte Veranstaltung war mit 1.600 Teilnehmern bereits im Vorfeld ausverkauft – ein neuer Rekord, in nur vier Jahren hat sich der Erdbeerlauf damit zu einem sportlichen Höhepunkt der Region entwickelt.

„Dass das einmal so groß wird, hätten wir am Anfang nicht gedacht“, sagt Kevin van IJperen. „Es war eine Schnapsidee von uns und dem Kreissportbund – heute ist es ein Event, das die Menschen lieben.“ Der Prokurist und Marketingleiter des Unternehmens freut sich besonders darüber, dass Teilnehmer im Alter von drei bis 88 Jahren an den Start gehen. „Es ist ein großes familiäres Ereignis. Es geht nicht nur ums Gewinnen, sondern darum, gemeinsam Spaß zu haben.“
Besondere Strecke durch die Gewächshäuser

Gelaufen wurde über Distanzen von drei, sechs und neun Kilometern. Eine Runde führte über 1,5 Kilometer direkt durch die Gewächshäuser – vorbei an bereits reifen, roten Erdbeeren, die dank vieler Sonnenstunden in diesem Jahr früh geerntet werden konnten. Diese ungewöhnliche Streckenführung durch die Pflanzenreihen sorgte erneut für eine besondere Atmosphäre.

Im Ziel erhielten alle Teilnehmenden Medaillen, Urkunden sowie Gutscheine für frische Erdbeeren, die dank der frühen Ernte direkt eingelöst werden konnten.

Laufgruppe „Mittendrin“ als Team
Im Fokus stand auch in diesem Jahr auch wieder die Laufgruppe „Mittendrin“, die zum vierten Mal am Erdbeerlauf teilnahm. Mit 70 Starterinnen und Startern stellte sie die größte geschlossene Gruppe des Tages. In einheitlichen roten T-Shirts zog sie viel Aufmerksamkeit auf sich. „Für uns ist das heute ein ganz besonderer Tag“, sagt die Initiatorin Cordula Specht, Leiterin vom „Ideenreich“, wo das Landkreismagazin „Mittendrin“ produziert wird. „Viele stehen hier zum ersten Mal an einer Startlinie. Dass dann alle ins Ziel kommen, ist das, was zählt.“ Die meisten entschieden sich bewusst für die Drei-Kilometer-Strecke. Gemeinsam in der zweiten Welle gestartet, gemeinsam durchgehalten – und gemeinsam im Ziel gefeiert.

Die Gruppe hatte sich vor dem Start geschlossen aufgewärmt, auch die Trainer begleiteten den Lauf. „Wir sind als Team hier“, so Specht. Der Gedanke des Laufs sei klar: dabei sein, durchhalten, ankommen. „120 haben im Februar mit dem Training begonnen, 70 konnten heute dabei sein. Das zeigt, wie groß die Begeisterung ist.“ Alle gestarteten Mitglieder der Gruppe erreichten das Ziel.

Der Erdbeerlauf ist für die Gruppe dabei nur ein Zwischenziel. „Der Abschluss unserer Laufaktion ist der Fläminglauf am 1. Mai. Dort wollen wir mit über 100 Läuferinnen und Läufern antreten – wieder gemeinsam, wieder als Mittendrin.“

Große Resonanz
Auch Katharina Louzek, Präsidentin des Kreissportbundes Wittenberg, die den Startschuss gab, zeigte sich beeindruckt von der Resonanz. „Die Stimmung ist großartig, das Wetter spielt mit – und die Teilnehmerzahlen sprechen für sich“, betonte sie.

Sportlich setzten sich über drei Kilometer Philip Gehlert in 11:23 Minuten und Elise Pfitzmann in 11:27 Minuten durch. Über sechs Kilometer siegten Sebastian König (19:55 Minuten) und Jessica Preuß (26:52 Minuten). Den Hauptlauf über neun Kilometer entschieden Sven Richter in 29:31 Minuten sowie Miriam Koch in 38:58 Minuten für sich. Alle Ergebnisse sind auf der Internetseite des Kreissportbundes zu finden.

Neben den ambitionierten Läuferinnen und Läufern prägten vor allem zahlreiche Familien, Kinder und Hobbyathleten das Bild der Veranstaltung. Entlang der Strecke sorgten viele Zuschauer für zusätzliche Motivation. Der Wittenberger Erdbeerlauf hat sich damit endgültig als feste Größe im regionalen Sportkalender etabliert – und bleibt vor allem eines: ein gemeinschaftliches Erlebnis für alle Generationen.






















