Wittenberg (md/wg). Das Team der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Paul Gerhardt Stift wurde jetzt für seine Arbeit ausgezeichnet und als „Kompetenzzentrum für minimal-invasive Chirurgie“ zertifiziert. „Dieses Zertifikat sowie die zuvor erfolgte intensive Überprüfung durch externe Auditoren zeigt unsere hohe Behandlungsqualität. Unser Anspruch ist es, unsere Arbeit transparent und überprüfbar zu gestalten, uns dabei kontinuierlich weiterzuentwickeln und alle Patientinnen und Patienten in der Region bestmöglich zu versorgen“, erklärt Prof. Dr. med. Martin Stockmann, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Wittenberger Krankenhaus.
Zum ersten Mal stellte sich die Klinik per Audit den hohen und umfangreichen Anforderungen zur Zertifizierung als Kompetenzzentrum: „Dabei geht es nicht nur um technische und personelle Voraussetzungen, sondern auch um fachliche Expertise, belegt durch Fortbildungsnachweise, Fallzahlen und Behandlungsergebnisse. Zudem werden standardisierte Abläufe – von der Aufnahme bis zur Nachsorge, sowie das Komplikationsmanagement überprüft“, erklärt Adrian Vegue Alvarez, Facharzt für Viszeralchirurgie und Zentrumskoordinator.
Er hat das Audit maßgeblich vorbereitet und engagiert sich innerhalb der Klinik für die Weiterbildung im Bereich der minimal-invasiven Chirurgie. „Hier steht unserem Ärzteteam ein eigener Trainingsraum mit zwei Laparoskopie-Übungseinheiten zur Verfügung. Hier können schon unsere jungen Assistenzärztinnen und -ärzte frühzeitig an das laparoskopische Operieren – also Eingriffe durch kleine Schnitte in der Bauchdecke mittels einer Kamera und speziellen Instrumenten – herangeführt werden und trainieren“, so Adrian Vegue Alvarez.
Dass laparoskopische Eingriffe in einer hohen Behandlungsqualität erfolgen, überprüften die Auditoren nicht nur durch das stichprobenhafte Einsehen von Patientenakten, Behandlungspfaden, Sicherheits-Checklisten, Arztbriefen, das Schmerztherapiekonzept sowie OP-Berichten, sondern beobachteten auch live verschiedene Eingriffe im OP-Saal. „Auch unsere Zusammenarbeit im Haus, mit den Kolleginnen und Kollegen der Endoskopie, Radiologie und der Intensivmedizin, die eine umfassende Versorgung ermöglichen, wurden intensiv überprüft“, ergänzt der Zentrumskoordinator.
„Alle Anforderungen an ein Kompetenzzentrum der minimal-invasiven Chirurgie können vom Klinikum hausintern erbracht werden“, lobten die Prüfer am Ende. „Wir sind stolz, das Zertifikat erhalten zu haben – es ist für uns der Anspruch, unsere Arbeit fortzusetzen und zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten weiter zu entwickeln“, sagt Chefarzt Prof. Dr. med. Stockmann.
Bild: Adrian Vegue Alvarez, Facharzt für Viszeralchirurgie und Zentrumskoordinator, im Trainingsraum. Foto: Janet Pötzsch

