Fr.. Sep. 25th, 2026

Oranienbaum (md/wg). Am 29. September 2026, 16 Uhr, wird die Wanderausstellung „Alles im Fluss!? Wasser in der Krise“ im Multimediasaal des Infozentrums Auenhaus eröffnet. Starkregen, Hitzerekorde, ausbleibender Niederschlag und lokale Unwetter – das Wetter wird in Folge der Klimakrise extremer. Je wärmer es auf der Erde wird, desto heftiger werden die Extreme ausfallen, Dürren und Überschwemmungen sind die Folgen. Größere Niederschlagsmengen werden in Deutschland vor allem im Winter erwartet. Die Sommer werden heißer und trockener – vor allem im Osten und Nordosten Deutschlands.

Urs Jäger, stellvertretender Leiter der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe, und Rebecca Plassa, Geschäftsführerin der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt, werden ins Thema einleiten. Klimaveränderungen und menschliche Eingriffe setzen die Wasserressourcen zunehmend unter Druck. Zwölf Banner der Haupt-Ausstellung „Alles im Fluss!? – Wasser in der Krise“ zeigen die Zusammenhänge von Klima- und Wasserkrise sowie Wirtschaften und der Verfügbarkeit beziehungsweise der Verschmutzung des Wassers. Sie erläutert die Bedeutung natürlicher Wasserspeicher wie Wälder, Moore und Auen. Es wird auf Kommunen geschaut, die zentrale Akteure bei Klimaanpassung und -schutz, aber auch beim regionalen Wassermanagement sind. Ein genauerer Blick auf Seen, Flüsse, Meere und das Grundwasser bringt aktuelle Probleme zur Sprache, bietet aber zugleich Lösungsansätze und Handlungsmöglichkeiten.

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Wasser formt aber auch das Bundesland Sachsen-Anhalt: sichtbar und unsichtbar. Es verdunstet über der Magdeburger Börde, fließt durch Elbe und Saale, regnet sich im Harz ab und versickert in den sandigen Böden der Altmark. Dabei ist Wasser Lebensgrundlage, Naturgewalt und kostbare Ressource zugleich. Doch Klimakrise und menschliche Eingriffe setzen Sachsen-Anhalts Wasserressourcen zunehmend unter Druck. Damit werden die Folgen für Mensch, Natur sowie auch für Landwirtschaft und Industrie immer drängender. Die Ausstellung „Alles im Fluss!? Wasserausstellung für Sachsen-Anhalt“ beleuchtet ausgewählte Wasserfragen der Region und fragt: Was können wir politisch und privat tun, damit auch in Zukunft genug sauberes Wasser zur Verfügung steht?

Knapp 80 Prozent aller Menschen in Deutschland leben in Städten, Tendenz steigend. Es sind genau jene Orte, die als besonders verletzlich in der Klima- und Wasserkrise gelten. In heißen Tagen bilden sich Hitzeinseln, da sich Gebäude und Straßen extrem aufheizen. Das Kühlen von Gebäuden ist energieaufwendig bzw. ein erheblicher Eingriff ins Grundwasser, wenn dieses zur Kühlung benutzt wird. Bereits heute benötigen Kälte- und Klimaanlagen allein 14 Prozent der Elektroenergie in Deutschland. Vielen Tieren und Pflanzen geht das Wasser aus.

Auch die Trinkwasserversorgung ist schon heute in Metropolen wie Hamburg, Frankfurt/Main und Berlin eine große Herausforderung. Die Gebiete, aus denen sie ihr Wasser beziehen, haben selbst mit zunehmender Trockenheit und sinkenden Wasserständen oder Verschmutzungen zu kämpfen. Und auch auf Starkregen sind Städte aktuell wenig vorbereitet. Die Wassermassen stürmen die Kanalisation und lassen sie rasch voll laufen, so dass es zu Überschwemmungen kommt. Mit vielen Schadstoffen, ob Öl vom Auto, Fassadenfarbe oder Giftstoffe aus Zigarettenkippen sowie Mikroplastik aus Reifenabrieb, sucht sich dieses Wasser seinen Weg in Böden sowie naheliegende Gewässer und verschmutzt sie.

Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober zu sehen zu den regulären Öffnungszeiten des Auenhauses: montags bis freitags, 10 bis 17 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Foto: Heinrich-Böll-Stiftung

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