Samstag, 17.01.2026

Wittenberg (md/wg). Das Team der Klinik für Urologie, Andrologie und Urologische Onkologie am Evangelischen Krankenhaus Paul Gerhardt Stift hat weibliche Verstärkung bekommen: Francesca Di Quilio (siehe Foto) bringt als neue Oberärztin nicht nur medizinische Exzellenz, sondern auch italienische Leidenschaft mit. Die Italienerin fühlt sich im Wittenberger Krankenhaus und insgesamt in Deutschland sehr wohl, auch wenn sie mit manchen deutschen Speisen so ihre Schwierigkeiten hat.

Seit zehn Jahren lebt Francesca Di Quilio schon in Deutschland – und hat den Schritt in die neue Heimat nicht bereut. „Nach dem Medizinstudium in Rom wollte ich unbedingt nach Deutschland und vor allem die deutsche Sprache lernen“, erzählt die 40-Jährige. Zunächst arbeitete sie in Dessau, anschließend viele Jahre an der Uniklinik in Halle: „Ich wollte gern in einem kleineren Haus tätig sein, das zudem nicht weit entfernt von meinem Wohnort Leipzig ist. Und so wurde ich auf das Paul Gerhardt Stift aufmerksam.“

Werbung

Seit dem 1. August 2025 ist sie als Oberärztin in Wittenberg als einzige Frau im Ärzteteam der urologischen Klinik tätig: „Alles ist gut organisiert und die Kollegen sind sehr hilfsbereit. Ich mag die sehr familiäre Atmosphäre im Haus“, lobt sie. Dass ihre Kollegen kleine Scherze über ihre Essgewohnheiten machen, bringt die Italienerin zum Schmunzeln: „Sie fragen mich immer: Gibt es heute Pasta oder Pizza?“ Und tatsächlich bediene sie das typisch italienische Klischee und genießt abwechselnd Nudelgerichte oder Pizza. „Ich esse am Wochenende oder wenn ich frei habe aber auch deutsche Gerichte“, ergänzt sie. Nur mit Leberkäse und Leberwurst habe sie ihre Schwierigkeiten: „Bei Leberkäse habe ich tatsächlich gedacht, es handelt sich um Käse. Und Leberwurst muss auch nicht unbedingt auf meinem Teller liegen.“

Ihre Leidenschaft für die Urologie hat Francesca Di Quilio schon während des Medizinstudiums entdeckt: „Ich fand vor allem Nieren von Anfang an spannend und so stand das zukünftige Fachgebiet schnell fest“, sagt sie. Und auch die Entscheidung, ihre Karriere in Deutschland auf- und auszubauen, stand frühzeitig fest: „Die medizintechnische Entwicklung ist in Deutschland weiter als in meiner Heimat, und generell wird hier mehr in Medizin und Gesundheit investiert als in Italien. Zudem wollte ich unbedingt die deutsche Sprache lernen, auch wenn das nicht sehr einfach war und ist.“

Ihre Familie sieht Francesca Di Quilio dennoch regelmäßig – abwechselnd fährt
sie nach Italien und ihre Eltern kommen zu Besuch nach Deutschland. „Ich möchte
gern einmal an Weihnachten das typisch deutsche Weihnachtsessen mit Ente und Grünkohl kochen“, so die Fachärztin für Urologie. Foto: Janet Pötzsch

Von Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert